40 Menge Getreide hervorbringe. Dem ist gegenüber zu halten, daß im letzteren Falle die Natur mehr in den Produktionsprozeß hinein gesteckt hat als im ersteren, und daher sich auch eine größere Güter menge als Produkt ergeben muß. Das zweite Beispiel, das er anführt ist dies, daß die Arbeit, die zur Herstellung eines Hobels verwandt wird -(- der Arbeit, die mit dem Hobel nötig ist, um ein Holzstück zu glätten, zusammengenommen immer noch geringer ist, als wenn der betreffende Mensch das Holzstück mit seinem Fingernagel hätte glätten wollen. Hieraus ergibt sich unserer Ansicht nach so klar, als man es irgend verlangen kann, die Grundeigenschaft des Kapitals, Arbeitskraft zu sparen, und es ist durchaus nicht einzusehen, weshalb dieselbe quantitativ und qualitativ gleichwertige Arbeit unter gleichen Um ständen in einem Falle mehr, im anderen weniger hervorbringen sollte. VIII. Kapitel. Karl Marx. Aus demselben Grunde wie Rodbertus geht auch Karl Marx von dem isolierten Menschen aus. Aber während jener von vornherein nur zwei Produktionsfaktoren berücksichtigte, Natur und menschliche Arbeit, geht Karl Marx von drei Produktionsfaktoren, oder, wie er sie nennt „Momenten des Arbeitsprozesses“*) aus, die er allerdings verschieden bewertet, um schließlich, nur eben auf einem ganz anderen Wege, zu einem ähnlichen Resultate wie Rodbertus zu gelangen. „Die einfachen Momente des Arbeitsprozesses“, so lesen wir an der an geführten Stelle, „sind die zweckmäßige Tätigkeit oder die Arbeit selbst, ihr Gegenstand und ihr Mittel.“ Die beiden letzteren können nun in den verschiedensten Formen auftreten, aber stets werden sie den Menschen im letzten Grunde ohne ihr Zutun von der Natur geliefert. Wir sehen, trotzdem Rodbertus von zwei, Marx von drei Momenten des Produktionsprozesses ausging, hier sind sie wieder an demselben Ziele angelangt: Natur und menschliche Arbeit, auf sie muß alles zurückgeführt werden. Von jetzt an aber trennen sich ihre Wege endgültig. Rodbertus unterschied den wirtschaftlichen und den natur- ’) Marx, Das Kapital, 4. Aull., herausg. von Engels, Hamburg 1890, I, 141.