stanz liegt diesseits des Rheins; dafür geht der schweizerische Besitz in den Kantonen Schaffhausen und Basel über die Rheinlinie hinaus. Der Bezirk Pruntrut schiebt sich in das flache Land am jen seitigen Fuß des Jura vor, während umgekehrt bei Genf die französische Landschaft von Gex und am Fuß des Salsve innerhalb des natürlichen Ge- birgsrahmens liegt. Die Grenzlinie der Schweiz ist 1884 km lang. Davon ist Vs mit Marksteinen kenntlich gemacht; 2 /s liegen als natürliche Grenze unvermarkt auf Bergkämmen, in Flußläufen und Seen. Aus diesem Verhältnis ist zu erkennen, daß in der Natur des Landes selbst reichlich für Grenzschutz gesorgt ist. Das größte Stück der Ge samtlänge fällt mit 687 km auf die Grenze gegen Italien. Der stärkste Verkehr der Schweiz ist aber, vorab wegen des trennenden Alpenwalles, nicht nach Süden gerichtet, sondern über den Rhein hinweg nach Deutschland, das einen Grenzanteil von 445 km aufweist. Die Grenze gegen Frankreich ist 495 km, gegen Österreich 256 km lang. Die Schweiz bleibt mit einem Flächeninhalt von 41 324 km 2 weit hinter der Größe der Nach barstaaten zurück. Frankreich und Deutschland sind jedes 13mal, Österreich-Ungarn 16 mal und Ita lien 7 mal so groß wie die Schweiz. Sie übertrifft ihrerseits das Großherzogtum Baden fast um das Dreifache, das Königreich Württemberg um das Doppelte, ist aber nur etwas mehr als halb so groß wie das Königreich Bayern. Unter den europäi schen Staaten kommen ihr Serbien mit 48300 km 2 und Dänemark mit 38 400 km 2 am nächsten. Die Gesamtbevölkerung der Schweiz beträgt 3 742 000 Seelen, durchschnittlich 91 auf den km 2 . Das ist in Rücksicht auf das starke Vorwiegen des Ge- birgslandes eine große Volksdichte.