9 Das große Längstal Rhone—Rhein und die quer verlaufende Furche des Reuß- und Tessin tales zerlegen die Schweizer Alpen in vier Flü gel, die gewöhnlich als Berner, Glarner, Walliser und Bündner Alpen auseinandergehalten werden. Die Ketten des genannten Gebirgssystems treffen in der Gotthardgruppe als ihrem Knotenpunkt zu sammen. Von dieser Stelle gehen die Flußtäler der Rhone, des Rheins, der Reuß und des Tessins aus; sie leiten zwei wichtige Verkehrswege zur Straßen kreuzung von Andermatt im Urserental hinauf: 1. Die Straße vom Genfersee her durch das Rhone tal über die Furka und die Oberalp dem Rhein entlang zum Bodensee hinaus. 2. Die Gotthard straße, die durch das Reuß- und Tessintal eine di rekte Verbindung zwischen dem Nord- und Südfuß der Alpen herstellt. Gegenüber den andern Alpen pässen hat der Weg über den Gotthard einen beson dern Vorzug; hier können die Alpen auf geradem Weg in einem einzigen Aufstieg und Abstieg durch quert werden, während an andern Stellen zum min desten zwei Hauptketten sich einem Alpenübergang entgegenstellen. Das Landschaftsbild der Alpen wirkt vor allem durch die eindrucksvolle Größe und den Reichtuni der Formen. Es wird überdies in hohem Maße be lebt durch die reizvolle Abstufung des Pflanzen kleides mit zunehmender Höhe. Die Wiesen und Fel der der Talsohle weichen dem steilen Bergwald, der an den untern Halden als Laubholz auftritt, in den höheren Regionen dagegen aus Nadelbäumen besteht; oberhalb der Waldgrenze betritt man das Gebiet der Alpweiden; ihre letzten Ausläufer ver lieren sich nach oben in den Trümmerhalden und an der Grenze des ewigen Schnees. Im Gegensatz der weißleuchtenden Schneefelder zu den hellgrünen Alp weiden und den dunklen Bergwäldern beruht zum Hatlpttal- ltmen. Aebirgs- iiwten am 'Gotthard. .Haupt straßen. Pflanzenkleid der Alpen.