15 Trog erinnern. Hoch über den schroffen Talwänden liegen sanft ansteigende Terrassen, die Überreste eines voreiszeitlichen Talbodens. Als treffliches Beispiel eines vom Gletscher geformten Trogtales kann das Lauterbrunnental mit den Terrassen von Murren und Wengen gelten. Die Seitentäler führten klei nere Eisströmc und wurden nicht so stark vertieft wie das Haupttal. Sie münden heute hoch über dem Haupttal aus. Der Seitenbach stürzt als Wasser fall über die Mündungsstufe herunter (z. B. der Staubbach) oder hat sie im Lauf der Zeit in einer Schlucht zersägt (Trientschlucht im Wallis). In scharfem, mühsamem Anstieg führt der Zickzack weg aus dem Haupttal neben der gähnenden Schlucht hinauf zu dem einige hundert Meter höher liegenden Eingang des Seitentales. Die Gletscher der Eis zeit formten im Verlauf des Haupttales selbst solche Stufen: flache Flußstrecken wechseln mit steilen Stellen, wo der Fluß mit starkem Gefälle durch eine Schlucht zur nächsten flachen Talstrecke hin unterstürzt. Die querlaufenden, vom Fluß zer schnittenen Felsriegel zerlegen das Tal in eine Reihe langgestreckter und abgestufter Becken (Ober wallis, Haslital, die Täler der Reuß und des Tessins). Die langen Seen am Ausgang der Alpen täler sind als solche Felsbecken aufzufassen, die in folge der ausschürfenden Arbeit der eiszeitlichen Gletscher entstanden und sich mit dem Wasser der Talflüsse anfüllten. Nach einer ältern Ansicht hätte vor allem das fließende Wasser die heutigen Formen der Alpentäler geschaffen. Sie erklärt das Entstehen der Seen am Alpenrand durch ein Rücksinken des hochgetürmten, schon tief durchkälten Gebirgskörpers; dabei wäre ein rückläufiges Gefälle der Flüsse entstanden und das Wasser zu Seen gestaut worden. Stufen mündung Felsriegel Entstehung der Seen.