19 und beständig umbiegenden Tälern, wie der Laus der Saane und ihrer Zuflüsse zeigt. Für diesen westschweizerischen Teil des Mittellandes dürfte noch am ehesten der vielgebrauchte Name „Schweizerische Hochebene" gelten. In der breiten Senke am Fuße des Jura überragen die Hügel mit einer Meeres höhe von 500 bis 600 m den Talboden nur um ein geringes. Gegen Süden hin heben sie sich immer schärfer aus den Flußtälern heraus. Am Alpenrand steigen vereinzelte Mittellandberge zu der Höhe der Voralpen an, zu denen sie auch in der Schroffheit der Formen einen Übergang bilden; Napf 1407 rn, Rigi 1800 m, Speer 1956 in. Was sie aber von den Alpen abgrenzt, das ist die verschiedene Gesteinsart. Die Hügel des Mit tellandes sind aus Nagclfluh, Sandstein und einem <s-steu,z°rt Gemenge von Ton und Kalk, dem Mergel aufge baut und zwar so, daß eine Zone von Nagclfluh- bergen dem Alpenfuße entlang zieht (Jorat, Napf, Rigi, Roßberg, Speer, das Appenzeller Hügelland), Sandstein und Mergel dagegen in größerem Ab stand von den Alpen den Boden aufbauen. Die Gesteine des Mittellandes, Nagelfluh, Sandstein und Mergel, tragen den gemeinschaftlichen Namen Molasse (molasse= leicht zerreibliches Gestein). Von Beginn der Alpenfaltung an zerstörte die EntstehE Verwitterung die aufgetürmten Felsmassen. Zahlreiche er 0 “ e Flüsse schleppten den Schutt ins Vorland hinaus. Mit wachsender Entfernung von den Alpen wurde das Gefälle der Flüsse geringer. Sie lagerten den Schutt nach der Größe sortiert ab. Felsbrocken und kleinere Gerölle blieben schon am Gebirgsfuß liegen; den Sand und Schlamm vermochte das fließende Was ser noch weiter hinaus zu befördern. Eine genaue Abgrenzung der Schuttzonen trat nicht ein; denn ein kräftiges Hochwasser schleppte Gerölle bis zu der Stelle,