22 Jur» »«Ifluj regionen getrennt. Das Mittelland bildet dagegen mit den reich angebauten Plateauflächen, Hügeln und Tälern eine fast ununterbrochene Wohnfläche, obfchon auch hier die Täler als Verkehrswege und Industriegebiete die Stellen der größten Menschen ansammlungen darstellen. Ackerbau, Handel und Industrie sind im Mittelland weitaus am stärk sten entwickelt. Volkszahl und Wohlstand macheu es zum wichtigsten Landesteil der Schweiz. 3. Der Iura. Südwestwärts des Genfersees löst sich der Jura als selbständiges Gebirge von den französischen Westalpen ab und umschließt als natürlicher Grcnz- wall in einem langen, flachen Bogen den Nord westen und Norden der Schweiz. Er besteht aus einer Reihe parallel laufender Kalksteinketten. Tie höchsten stehen am Südostrand des Gebirges, wo sie maucrartig steil und ungegliedert zum Mittel land abfallen. Nach Nordwesten hin werden die Bergrücken immer niedriger und verflachen sich allmählich zum Tiefland der Saone, des Doubs und des Rheins. In seinem mittleren Abschnitt am Neuenburger- und Bielcrsec gewinnt der Jura die größte Breite. Über 20 Ketten liegen hier bis zum Dvubs vor Besanyon hintereinander. Ihre Zahl nimmt nach 8 W und N 0 ab, und damit verringert sich auch die Breite des Gebirges; an beiden Enden läuft der Faltenjura in einer ein zigen Kette aus. Der größere Teil des BerglandeS gehört zu Frankreich; das gilt vor allem von der flachen Nordwestabdachung. Der Schweizer Jura umfaßt dagegen die höheren Ketten aus der innern Seite des Gebirgsbvgens. Über dem Waadtländer Mittelland erheben sich der Mont Tendre zu 1680 m