24 Schuß aus dem St. Jmmertal (Taubenloch bei Biel), die Balstalerklus und die Schlucht des Seyon quer durch den Chaumont bei Neuenburg. Sie sind von den Flüssen geschaffen worden. Bei der langsamen Auffaltung des Gebirges vermochte der Fluß im gleichen Maß sein Bett quer durch die Falte einzugraben, wie sich unter ihm der Boden hob; zu beiden Seiten wuchs die Faltung immer hoher, während der Flußlauf in seiner frühern Lage blieb. Die Klus ist von dem Längstal stark ver schieden. Auf ihrem engen Grund bleibt stellen weise neben dem Bach kaum mehr genügend Raum für die Straße. Schroff ansteigende und kühn ge formte Felswände schließen das Tal ein; wie in einem Querschnitt durch das Gebirge liegen hier die verbogene» Felsbänke zu Tage und lassen in schönster Weise den Faltenaufbau erkennen. Weil die Klüsen und Längstäler meist im rechten Winkel aufeinandertreffen, so müssen die Flüsse und Straßen im Zickzack den Ausgang aus dem Ge birge suchen, wie der Lauf der Birs cs zeigt. Nicht überall besteht der Jura aus parallelen Ketten und Tälern. Nördlich des St. Jmmer- tales im Berner Jura hat die Verwitterung das Plat«auj»ra Gebirge zu einer welligen Hochfläche, dem Plateau der Freiberge, umgestaltet. Jin nördlichen Teil der Kantone Basel und Aargau und im Kanton Schaff hausen sind die Jurahöhen nicht durch Auffaltung entstanden; die Kalkstcinbänkc liegen hier fast wag- recht; es ist der Tafeljura. Tief eingegrabenc Fluß täler mit den stark verzweigten Seitentälern zer legen das ganze Plateau in zahlreiche Bergrücken; so das Tal der Ergvlz, das Fricktal und die Täler des Randen im Kanton Schaffhauscn. Aus der Ferne gesehen erscheint der Jura als Maid j,( aiie g Gebirge. Das rührt von dem Tannenwaldc her, der die niedrigen Kuppen vollständig umkleidet