26 Volksreich sind dagegen die geräumigen, sonni gen Längstäler. Wiesen und Äcker bedecken den brei ten Boden der Mulde, und eine Reihe stattlicher Dörfer längs der Talstraße zeugt für den Wohl stand, der vor allem durch die Uhrenindustrie ein gezogen ist. Bis in das hochgelegene und un wirtliche Jouxtal und das Bergland von Chaux- de-fonds vermochte die Industrie eine große Volks dichte und Wohlhabenheit hervorzurufen. Die Klüsen eignen sich meist nickst als Wohn- platz für den Menschen. Es fehlt hier vor allem an Raum, stellenweise auch an Licht und Sonne; überdies sind sie unangenehm zugig. Für den Ver kehr besitzen sie aber den größten Wert. Sie öffnen quer durch den Berg einen Weg zwischen den dicht bevölkerten Längstälern und zu den tiefer liegenden Landschaften am Rande des Jura; so machen sie das Innere des Gebirges verhältnismäßig gut zu gänglich. In den Klüsen sind in neuerer Zeit eine Reihe industrieller Anlagen (z. B. Zemenr- sabriken) entstanden, für deren Betrieb der rasch strömende Fluß die Kraft liefert. Die abgelegenen Juratäler, die weder die Vorteile der Industrie noch des durchgehenden Verkehrs genießen, gehö ren zu den ärmsten und am meisten zurückstehenden Gebieten unseres Landes.