42 Wildbach- Iteppe Schutt- trantzport Ueberjitztvem- «!Mg Mauern und Dämme längs der gefährdeten Uferstel len sollen der Überflutung wehren. Ouermauern ine Bachbett unterbrechen den Wasserlauf durch eine Reihe von Stufen; darüber hinunter stürzt das Wasser in senkrechtem Fall und durchfließt dann bis zur nächstfolgenden Stufe eine Strecke mit ge ringer Neigung. Eine solche Verbauung, Wi l d- b a ch t r e p p e genannt, verhindert ein tieferes Aus- nagen des Bettes und das Nachrutschen der unter wühlten Ufcrhalden. Als ebenso wirksam hat es sich erwiesen, das ganze Einzugsgebiet mit Wald oder mit Rasen zu bepflanzen. Der Waldboden hält bei Regenfällen einen Teil des Wassers zurück und ver hindert ein plötzliches verheerendes Anschwellen der Bäche; überdies verwehrt die Pflanzendecke dem rin nenden Wasser, den Boden aufzureißen und die lok- kere Erde zur Tiefe zu schwemmen. Was die Seitenbächc an Schutt dem Hauptfluß zutragen oder was er selbst durch das Unterwühlen der Ufer abreißt, das schleppt die starke Strömung talauswärts. In flachen Talstrecken und im Vor land, wo das Gefälle geringer wird, genügt die Stoßkraft des Wassers nicht mehr zum Weitertrans port der Geschiebemassen; sic bleiben im Flußbett liegen und füllen es aus. In der Hochwasserzeit tritt der Fluß aus und überführt den angrenzenden flachen Boden mit Schutt. Dann windet er sich, in einzelne Arme zerteilt, durch die mit Weiden- und Erlengestrüpp und mit Schilf bewachsene Kieswild nis und durch die Sumpfwiesen der Talebene. Ver kehrswege und Dörfer mieden von jeher die von Überschwemmung bedrohte Talsohle und bevorzugten eine erhöhte, sichere Lage am Rand des Sumpf landes. Die Bemühungen der Anwohner, den Fluß einzudämmen und unschädlich zu machen, hatten keinen dauernden Erfolg. Die Kiesbänke füllten die Wasserrinne zwischen den Dämmen immer wieder