44 zum Bielersee); die Entsumpfung der Linthebcne zwischen Walen- und Zürichsce durch die Ableitung der Linth zum Walensee; die Rheinkorrektion im St. Galler Rheintal, die gegenwärtig noch nicht vollendet ist. Große Flächen anbaufähigen Bodens sind hier den Überschwemmungen entrissen worden; die Schweiz hat in friedlicher Arbeit einen ansehnlichen Zuwachs an Kulturland gewonnen. Mit der Aus- trocknung des Bodens besserte sich auch der Ge sundheitszustand der Anwohner; die Malaria, die früher die Umgebung der Sümpfe heimsuchte, ist heute ganz verschwunden. Der Lauf der Gewässer- Hat durch die Korrektionen in den Gebirgstälern und im Mittelland auf weite Strecken Veränder ungen erfahren, die mehr den Zwecken des Menschen dienen, als einem natürlichen Zustand entsprechen. In neuester Zeit wird das natürliche Bild der Bäche und Flüsse immer häufiger gestört durch die Anlagen zur Aurbcutuug Ausbeutung der Wasserkräfte. Das "Wir große Gefälle der Flüsse in den Alpen, in den höher gelegenen Teilen des Mittcllandes und in den Klüsen des Jura erlaubt es, in zahlreichen Werken die Strömung des Wassers auszunutzen. Entweder reihen sich die Fabriken dem Flußufer ent lang, um die Betriebskraft direkt dem Wasserlauf zu entnehmen; oder es wird durch die modernen Kraftwerke der elektrische Strom dahin geleitet, wo inan seiner für die Industrie, für den Eisenbahnver kehr oder zu Belcuchtungszwccken bedarf. Außerdem stehen noch heute wie in alter Zeit zahllose Mühlen und Sägemühlen am Ufer eines Baches, dessen Kraft ihren Betrieb unterhält. Der Kraftvorrat unserer Gewässer ist umso höher zu bewerten, als die Schweiz fast keine eigenen Kohlen besitzt. Die Einfuhr von Kohle aus dem Ausland (vorab aus Deutschlands macht einen Be-