53 Granit, Gneis. Die Schweiz ist reich an^"E.sn-i, Bausteinen verschiedener Art. Das zäheste und wi derstandsfähigste Material liefert der Granit und Gneis, der in der Urgesteinszone der Hochalpen zu Tage liegt. Der Gneis ist nach einer Richtung leicht spaltbar und daher leichter zu bearbeiten als der Granit. Beide Gesteinsarteu eignen sich infolge ihrer Härte für Grundmauern, Treppenstufen, Trot toirrandsteinen, der Gneis im besondern für Bal konplatten. Zahlreiche Brüche längs der Gotthard bahn beuten den Gneis des Reuß- und Livinentales aus; die Bahn führt ihn zum größten Teil den Bauplätzen der Städte im Mittelland zu. Die Gneis industrie des Berzasca- und Maggiatales hat eine J eringere Bedeutung. Die Brüche Graubündens ar- eiten meist nur für den Bedarf der nächsten Um gebung. In neuester Zeit haben die Simplon- und die Lötschbcrgbah» mächtige Granitlager zugänglich gemacht. Schiefer. Vereinzelte Schieferbergwerke in den Sch,«f-r Kalkalpcn liefern das Material für Tafeln, Tisch platten und Dachschiefer. Die bekanntesten Gruben liegen bei Elm und Engi (Landesplattenbergwerk) im Kanton Glarus und bei Frutigen. K a l k st e i n. Das verbreitetste und am meisten n verwendete Baumaterial ist der Kalkstein der Alpen und des Jura. Die Brüche der Alpen versorgen meist nur die Umgebung mit dem dauerhaften, grau schwarzen Stein. Dazwischen treten vereinzelte Marmorlager auf, so bei St. Triphon und Saillon im Rhonetal. Größere Bedeutung kommt den Brü chen im Jura zu, wo der Kalkstein das einzige Bau material ist und für sämtliche Orte im Innern und am Rande des Gebirges Verwendung findet; ebenso wandern große Massen von Kalkstein auf die Bauplätze des Mittellandes hinaus. Unter den ver schiedenartigen weißen bis rostbraunen Jurasteinen