54 Gips Zement Kalktuff ASphalt Findlinge Candstein verdient derjenige von Hauterive bei Neuenburg als „gelber Neuenburgerstein" eine besondere Er wähnung. Gips ist an vielen Stellen im Jura und in den Alpen vorhanden. Die größte Ausbeute gewäh ren die Lager von Bcx, Billeneuvc und diejenigen des Simmentales. Ein Teil des Materials wird für Gipsornamentc verwendet. Der jurassische Gips dient meist als Düngmittel. Z e m e n t. Aus Kalk und Mergel gewinnt man durch das Brennen den als Baumaterial unent behrlichen hydraulischen Kalk und die Zemente. Ze mentfabriken stehen besonders an der Eisenbahn linie Biel-Basel, wo ihnen in den Klüsen neben dem Rohmaterial auch die Wasserkraft zur Ver fügung steht. Kalktuff, als Absonderung kalkhaltigen Rie selwassers, kommt überall vor. Als trockener, leich ter Baustein wird er häufig gebraucht, nicht zum wenigsten wegen seiner Eigenschaft, die Wärme schlecht zu leiten. Asphalt. Im Traverstal kommt ein mürber, asphalthaltiger Kalkstein vor, der in einigen Minen an der Areuse abgebaut wird. Der Jahresertrag beläuft sich auf 25000 t. Der Asphalt dient zur Straßenpflästerung. Findlinge. Die im Mittclland weit ver breiteten erratischen Blöcke oder Findlinge, vom Volksmund auch „Geißberger" genannt, sind wegen ihrer Härte als Bausteine geschätzt. Ungezählte Stücke sind gesprengt und zum Bauen gebraucht worden. In einzelnen Gegenden, wie z. B. im Ge biet des eiszeitlichen Reußglctschers, bestehen die Häuser vorwiegend aus diesem erratischen Material. Sandstein. Im Molasseland ist der Sand stein das am stärksten verbreitete Baumaterial. Je