56 Mineral quellen Eisen Aufblühen der Töpferindustrie. Bonfvl bei Prun- trut liefert das gewöhnliche, feuerfeste Pruntruter- geschirr, Heimberg bei Thun feinere Töpferwaren, die Fayence. Nyon und Langenthal sind durch ihre Porzellanfabriken bekannt. Die Tonwarenindu strie muß durch eine beträchtliche Zufuhr aus dem Ausland ergänzt werden. So macht die Einfuhr von Porzellangeschirr allein infolge der hoch ent wickelten schweizerischen Hotelindustrie den Betrag von 3 Millionen Franken aus. Mineralquellen. Aus dem Boden des Lan des sprudeln viele Hunderte von Mineralquellen, deren Wasser zu Bädern oder als Getränk benutzt wird und bei manchen Leiden Genesung bringt. Für Tausende von Kranken ist die Heilwirkung des Mine ralwassers von unschätzbarem Wert. Außerdem tragen die Quellen zum Wohlstand des Landes bei, da sie als Sainmelpunkte der Kurbedürftigen aller Län der den für die Schweiz so wichtigen Fremden verkehr fördern. Als Mineralwasser gilt nur dasjenige, dessenGehalt an gelösten Mineralien 0,5 gr. auf den Liter über steigt. Am häufigsten sind die Heilquellen, die Gips, Magnesium, Natrium, Kalium, Schwefel oder Eisen führen. Die warmen Quellen oder Thermen, die mit bedeutender Wassermenge aus großer Tiefe oder aus dem Innern des Gebirges hervorbrechen, ent halten meist ebenfalls gelöste Mineralsubstanz. Einige der schweizerischen Mineralwässer werden als Tischgetränkc in den Handel gebracht, wie das Pas- sugger-, Eglisauer, Eptinger- und Birmenstorfer- wasser. Dazu kommt eine große Einfuhr auslän dischen Mineralwassers, das in vielen Fällen gut durch das einheimische ersetzt werden könnte. Nachfolgend sind einige der bekanntesten Heil quellen genannt: Eisenquellen: Fidcris, Passugg, St. Mo ritz und Schuls (alle in Graubünden).