60 Düngung hin den felsigen Grund des Molasselandes und bie tet für den Anbau einen fetten, schweren und tief gründigen Boden. Dazwischen breiten sich, aus Kies, Sand und Schlamm aufgeschüttet, die Ebenen ein stiger oder jetzt fließender Gewässer aus. Sie tragen auf ihrem trockenen, wasserdurchlässigen und son nenwarmen Boden vor allem Kartoffel- und Rog genfelder, die hier die günstigsten Bedingungen fin den. Wo dagegen die Ackererde nur aus einer dünnen Verwitterungsschicht des Molassefelsens be steht, da liegen magere, steinige und sandige Felder. Sie stehen in einem auffälligen Gegensatz zu dem fruchtbaren Moräncngrund der alten Gletscher- böden. Wärme und Feuchtigkeit sind nach Höhe und Lage des Landes sehr ungleich bemessen. Das alles bedingt eine große Mannigfaltigkeit im Bodenbau; auf verhältnismäßig beschränktem Raum können ganz verschiedenartige Kulturpflanzen gezogen werden. Der Moränenboden, gebildet aus dem Urge steins- und Kalkschutt der Alpen, und der Nagel- fluh- und Sandsteinboden sind arm an der als Pflanzennährstoff wichtigen Phosphorsäure. Durch phosphathaltigc Düngmittel kann der Mangel be hoben werden. Unter den künstlichen Düngmittcln nehmen daher die Phosphate eine erste Stelle ein. Die aus dem Urgestein verwitterte Erde ist dagegen reich an Kali. Für die Bodenverbesserung kommt vor allem der natürliche Dünger in Betracht, der mit der Zunahme des Viehstandes in immer größe rer Menge verwendet wird. Sein Wert wird auf 150 Millionen Franken geschätzt; dabei ist immer hin zu sagen, daß stellenweise der Dünger nur man gelhaft genutzt wird, so daß dem Kulturboden bei weitem nicht der ganze Wert zugute kommt. Künst lichen Dünger bezieht die Schweiz aus dem Aus land für jährlich 10 Millionen Franken. Dazu