69 Nordufer des Genfersces, im Wallis, im südlichen Tessin, dem ganzen regenarmen und geschützten Süd ostfuß des Jura entlang bis zu den Rebbergen von Hallau im Kanton Schaffhausen, an der Lä gern, im nördlichen Teil des Kantons Zürich und im St. Gallcr Rheintal. Diesseits der Alpen wird der Wcinstock am Rebstickcl in wohlgeordneten Rei hen gezogen; im Tessin bildet er malerische Wein lauben oder klettert mitten zwischen andern Kul- Rückg-n, d-, turen an Bäumen empor. Seit Jahrzehnten ver- liert der Weinbau beständig au Boden. Reben krankheiten, eine Reihe schlechter Ernten, die er drückende Konkurrenz der Weine aus den südeuro päischen Ländern, die gesteigerten Bodenpreise und Arbeitslöhne entmutigten die Weinbauern. In den weniger günstigen Lagen ist der Weinbau allmäh lich verschwunden oder stark zurückgegangen und durch den besser lohnenden Wiesenbau ersetzt wor den. Neuerdings pflanzt man sogar in besten Wein- lagen an Stelle der Reben Spalierobst und Erd beeren. Seit 1898 ist im Kanton Zürich das Reb- land von 4769 du. im Wert von 39,6 Will. Fr. auf 3236 du. im Wert von 18,9 Mill. Fr. zurückge gangen. Die Bemühungen, den vollständigen Zu sammenbruch des Weinbaus aufzuhalten, werden wohl zu dem Ergebnis führen, daß die besten Lagen Rebland bleiben, während der Weinstock das Feld räumt, wo Klima und Boden ihin nicht ganz zu sagen. Im Weinverbrauch, auf die Kopfzahl be rechnet (80 I.), übertrifft die Schweiz die meisten andern Länder. Der Ertrag des Reblandes erleidet von Jahr zu Jahr die größten Schwankungen; im Mittel beläuft er sich auf über 1 Mill. bl. Das entspricht etwa der Hälfte des Bedarfs. 1909 be trug die Einfuhr l 1 /« Mill. hl. im Wert von 38 Mill. Fr. Die wichtigsten Weinlieferanten sind Frankreich für bessere, Italien und Spanien für