70 Obst im Durchschnitt geringere Sorten. Der Bund unter stützt die Winzer durch Beiträge in ihrem tkanips gegen die Reblaus und andere Schädlinge des Weiii- stocks. Obstbau. Der Obstbau in den tiefern und mittlern Lagen des Landes gewinnt ständig an Wert. Unter dem Einfluß der Obstbaumschulen (Wädenswil) und -kurse macht die Pflege der Bäume und Früchte und die Auswahl der Sorten nach Klima und Bodenart Fortschritte. Die Obstbäume stehen zumeist im gut gedüngten Wiesland. Ohne nennenswerte Schädigung des Graswuchses breiten sie ihre Kronen als zweite Etage des Bodenertrages darüber hin. Mit dem starken Überwiegen des Wie senbaus im ostschweizerischen Mittelland nimmt auch die Zahl der Obstbäumc zu. In den besten Lagen bilden sie einen zusammenhängenden Obst- baumwald, in dessen Grün die Dörfer beinahe ver steckt sind. Nicht selten haben hier die Frucht bäume auch auf dem Ackerland festen Fuß gefaßt. Die dichten Obstgärten gehören zum Bild der ost- schweizerischen Kulturlandschaft. Wein und Obst erleiden oft schweren Schaden durch die Spätfröste. Darum ist die Obsternte großen Schwankungen unterworfen. Im Durchschnitt wird sie auf 55 Mill. Fr. gewertet. Sie bleibt größtenteils im Lande. Mostobst wird nach Süd- deutschland ausgeführt. Äpfel- und Birnenmoft ist in der Ostschweiz ein allgemein verbreitetes Getränk: mit der Annäherung an die neuenburgischen und waadtländischen Rcbgeländc tritt er gegenüber dem Wein zurück. Basclland, das aargauische Fricktal und die Seebezirkc von Zug und Schwyz schimmern, im Frühling im Weiß der Kirschbaumblütcn. Die Ernte gelangt nur zum Teil auf den Markt; große Mengen von Kirschen werden zum Brennen von Kirschwasser verwendet. In den Südtälerw der