71 Alpen reifen neben bet dichtbelaubten Edelkastanie die Pfirsich- und Feigenbäume ihre Früchte. Die Edelkastanie erscheint in einzelnen Gruppen auch nördlich der Alpen an den Halden der Föhntäler, so im Rheintal, am Walensee und am Vierwald stättersee, fernerhin im Wallis und am Genfersee. Einzelne Olivenhaine, gleichsam von den großen Beständen am Mittelmeer an den Alpenfuß ver sprengt, heben sich am Ufer des Luganersees mit dem feinen, silbergrauen Laub aus ihrer Umge bung heraus. 1909 betrug die Obstausfuhr ö Mill. Fr. Die Einfuhr (vorab Dörrobst aus den Balkanländern und Kalifornien) steigt auf 7 Mill. Fr.; ebenso hoch sind die Auslagen für Südfrüchte. Obstverwertungs- nnd Mostereigenossenschaften sind bestrebt, den Obst bau immer einträglicher zu gestalten. Wald. Im Verhältnis zur Bodenfläche weist manches andere Land mehr Wald auf als die Schweiz. Unter den Nachbargebieten ist vor allem das österreichische Alpenland reicher an Holz und vermag deshalb einen starken Zuschuß an den Holz bedarf unseres Landes zu leisten. Auf den Plateau flächen und an den Berghalden des Jura treten aus gedehnte zusammenhängende Waldflächen ans; sie erfüllen hier wie in den Alpen die Aufgabe, die dünne Humusdecke zusammenzuhalten, den Wasser ablauf zu regulieren und Rutschungen zu verhüten ; im Hochgebirge gewähren sie überdies Schutz vor den Lawinenverheerungen. Nach dem Bundesgesetz von 1902 steht dem Bund die Oberaufsicht zu über das Forstwesen der ganzen Schweiz und im beson dern über die Schutz- und Bannwaldungen im Ge birge. Gegenüber Jura und Alpen hat das Mittel land einen durchschnittlich geringern und stark zer stückelten Waldbestand. Nicht ganz ein Drittel des Waldes gehört Privaten, zwei Drittel den Ge- Äald