72 Orasbau Mpwirtschast meinden und Korporationen und der kleine Rest dem Staat. Im allgemeinen ist der Staats--, Ge meinde- und Genossenschaftswald besser unterhalten als der Privatbesitz. Die jährliche Holzproduktion im Wert von etwa 40 Mill. Fr. wird ergänzt durch die Einfuhr fremden Holzes für 30 Mill. Fr. 3. Grasland und Viehzucht. Grasland. Die große Feuchtigkeit des Lan des sichert dem Wiesenbau ein entschiedenes Über gewicht. Der Anteil des Graslandes an der Boden fläche nimmt mit dem Ansteigen des Mittellandes gegen den Alpenrand hin zu. Die Hügelregion der Ostschweiz ist ein fast ununterbrochenes grünes Wie- senland; so im Appenzell, wo die Sticker und Weber neben der Hausindustrie nicht viel Zeit und Ar beitskräfte für die Besorgung ihres Gütleins erübri gen können; so auch im Thurgau, wo die großen Erträge des Obstbaues dein damit verbundenen Wiesenbau Vorschub leisten. Die Viehzucht im Mit telland bevorzugt nieist die Stallfütterung; nur im Herbst werden fast überall die Tiere zur Weide getrieben. Die Heuernte leidet viel unter der feucht kühlen Witterung; mehr und mehr findet deshalb der süddeutsche Brauch Eingang, das Heu im Freien an Hvlzträgern zu Stöcken aufzuschichten, um es hier gären und vollständig austrocknen zu lassen. Feuchte Sommer sichern einen großen Emdcrtrag. Das Weideland beansprucht nahezu die Hälfte der gesamten Grasflächc. Es ist aus dem Mittelland verschwunden und gehört heute ins Gebirge; hier dient es einem besondern landwirtschaftlichen Be trieb, der Alpwirtschast. Die Alpweiden sind ein Hilfsgebiet für die Landwirtschaft im Tale. Die Bauern benutzen sic, je nach der Jahreszeit auf ver schiedenen Staffeln, zur Sömmerung des Viehs. Für