74 von Fleckvieh, den rotweißen Simmentaler Schlag und den 'schwarzweißen Freiburger Schlag. Die Rindviehzucht der Schweiz zielt in erster Linie auf einen höchsten Milchertrag ab; Mast, Aufzucht von Rassetieren und Arbeitsleistung nehmen dem Wert nach eine untergeordnete Stellung ein. Der Michnnag Ehrliche Milchertrag wird auf annähernd 850 Milt. Franken geschäht und verteilt sich wie folgt: Direkter Verbrauch 48 o/o Käsereien 32 c/ 0 Milchindustrien 5 o/o Aufzucht und Mast l5 » 0 w War früher die Käsebereitung Sache der Älpler, so entstammt heute die Hauplproduktion dem Mittelland, sowohl nach dem Wert als nach der Menge berechnet. Die auch im Ausland bekanntesten Sorten sind der Emmentaler- und der Greyerzer- Käse. Die Ausfuhr geht meist nach Deutschland, Frankreich, Italien und den Vereinigten Staaten und erreichte 1909 den Betrag von 58 Mill. Franken; sie macht rund die Hälfte der Produktion !R " Wrl aus. Dagegen muß die Butterbereitung der Schweiz durch eine starke Einfuhr ergänzt werden. Unter den Milchindustrien sind besonders die Kondensation und die Milchschokolade- b e r e i t u n g zu nennen. Die Milcheindampfungs- Fabriken von Cham, Düdingen, Payerne und Ve vey ziehen aus weitem Umkreis ansehnliche Mengen von Milch heran und verarbeiten sie fast aus schließlich für die Ausfuhr; 1909 betrug sie 29 Mill. Fr. Die Hauptabnehmer sind England und seine Kolonien. Die Aufzucht gut entwickelter Rassetiere ist. wohl überall verbreitet, kann aber nur vereinzelt als Hauptrichtung der Viehzucht gelten; so z. B. im Simmental, dessen edle Rinder einen guten Ab sah im Ausland finden.