78 Förderung der Jndustrl Wasserkraft'.' Industrie- »weilte satz in diesen Ländern verzichten, so blieb ihnen nur übrig, einen Teil des Betriebs über die Grenze zu verlegen. Die Basler Seidenbandweberei arbeitet für den deutschen Bedarf jenseits der Grenze auf badischem Boden, um den Zoll zu vermeiden. Die Maschinenfabriken haben Filialen in deutschen Städten errichtet. Ein beträchtlicher Teil der Baum wollindustrie wurde für den italienischen Bedarf nach Italien verlegt. Am Erfolg unseres Landes im Wettkampf mit 'den ersten, von der Natur begünstigten Industrie ländern haben die technische und kaufmännische Tüchtigkeit der Unternehmer und die Geschicklichkeit der Arbeiter einen großen Anteil. Die allgemeine Volksbildung bildet die Grundlage guter Leistun gen. Zahlreiche Unterrichtsanstalten vermitteln spe zielt die Berufsausbildung. So fördern das Poly technikum und die technischen Schulen den Maschi nenbau; für Uhrmacher, Sticker, Seidenweber und andere Berufsleute bestehen besondere Schulen. Nicht wenig kommt der Industrie zu statten, daß viele unternehmende Schweizer Kaufleute in fernen Län dern als Inhaber von Geschäftshäusern oder als Agenten den Absatz der heimischen Fabrikate för dern und für den vorteilhaften Einkauf der fremden Rohstoffe besorgt sind. Die hohen Kohlenpreise nötigen die schweize rische Industrie, die Wasserkräfte des Landes in immer stärkerem Maße auszunützen. War bis dahin die Großindustrie hauptsächlich auf das Mittelland beschränkt, so geht sie jetzt den verfügbaren Wasser kräften nach und dringt tief in die Täler des Ge birges hinein. Sie gewinnt ständig an Boden und an Zahl der Arbeiter; die Schweiz ist zum Indu striestaat geworden. Die größten und für das Erwerbsleben maß gebenden Fabrikationszweige sind die Stickerei und