84 Ausfuhr Beuteltuch weberei von Lutzenberg Anfänge gelegenen Teil Basellands und in den angrenzen den Bezirken der Kantone Aargan und Solothurn verbreitet, wo sie meist als Hausarbeit einen Ne benverdienst zur Landwirtschaft einbringt. Es be deutet für die Posamenterie einen schweren Nach teil, daß der Verkauf von Jahr zu Jahr stark schwankt, je nachdem die launenhafte Mode die Seidenbänder begünstigt oder übergeht. Die ins Ausland verkauften Bänder machen alljährlich den Wert von 30— 45 Will. Fr. ans (1909 42 Mill. Franken). Mehr als die Hälfte davon geht nach England. Die Florettspinnerei Basels erzielt über dies einen Absatz von nahezu 30 Mill. Fr. Inmitten des Stickerei- und Baumwollbczirkes an der Ostgrenze des Landes trifft man einen beson deren, räumlich beschränkten Zweig der Seiden industrie. Die Leute im appenzellischen Wvlfhal- den und Lutzenberg weben die Seidengaze, die unter dem Namen Bcutcltuch in der Müllerei gebraucht wird. Hauptabnehmer sind die Vereinigten Staaten und Deutschland. Der Jahresexport hat einen Wert von 5 Mill. Fr. (1909). Die Beuteltuchwcbcrei muß in einem feuchten Raum betrieben werden, wo die Seide geschmeidig bleibt und beim Weben nicht so leicht reißt; meist ist ein Keller der Arbeits- raum. Die feuchten, ungeheizten und schlecht ge lüfteten Webkeller haben den schädlichsten Einfluß auf die Gesundheit der Arbeiter. Im Jahre 1909 wurden Seidenfabrikate im Wert von 216 Mill. Fr. ausgeführt. An dieser Zahl sind die Seidenstoffe des Zürcher Industrie gebietes am stärksten beteiligt. Zudem gingen im gleichen Jahr Rohstoffe im Betrag von 55 Mill. Franken ins Ausland. 5, Maschinenbau. Als zu Beginn des 19. Jahrhunderts die ost- schweizcrische Baumwollindustrie unter der engli-