191 Zug. Das Bergland zwischen der mittlern Sihl und dem Zugersee und die Ebene an seinem Nordufer bilden das Gebiet von Zug, des kleinsten Schwei zer Kantons. Der Nordabhang des bewaldeten Roß berges und die Molasschöhen des Zuger- und Gott- schalkenberges halten in anmutiger Mulde den Ageri- see umschlossen. Sein Abfluß, die Lorze, erreicht nach kurzem Lauf mit einem Gefälle von über ZOO in durch das Lorzetobel den Zugersee; unsern der Einmündung verläßt die Lorze den See wieder und wendet sich nach Norden der Reuß zu. Auf dem stillen Ägerisee hat sich bis zur Gegenwart das pri mitive Fahrzeug der Pfahlbauzcit, der Einbaum, erhalten. Von Ober- und Unterägeri führt die Straße dem steilen Ostufer entlang, an der Schlachtkapelle von Morgarten vorüber, nach deni schwyzerischen Sattel. Auf dem Plateau zwischen Lorze und Sihl liegt in 800 in Höhe der aussichts reiche Luftkurort Menzingen. Das Bergland von Menzingen trägt auf undurchlässiger Molasseunter lage mächtige Decken und Wälle von Gletschcrschutt, der das Wasser aufspeichert und cs besonders in den Einschnitten der Flüsse in starken Quellen zu tage treten läßt; einige dieser Quellen speisen die Trinkwasserversorgung der Stadt Zürich. Der Zugersee erstreckt sich mit seinem südlichen Ende in die Talmulde zwischen Rigi und Roß berg hinein; im mittlern Teil wird er von S.-W. her durch zwei bewaldete Felssporne, Rippen der gefalteten Molasse, eingeengt; das nördliche Becken liegt mit flachen, schilfuinkränzten Ufern in der brei ten Ebene des Reuß- und Lorzelaufes. Walchwil am Ostufer des Sees verrät durch seine Bestände' an Edelkastanien ähnliche klimatische Vorzüge wie die Frühlingskurorte am Vierwaldstättersee, Gersau, Zuger- Belgiens» Zugersee m»b Umgebung