229 fläche, mit dem einheimischen Namen als „ plateau 8ui8S6"bezeichnet, liegt durchweg einige hundert Me ter höher als die Talsohlen des ostschweizerischen, von steiler geböschten Höhenzügen gegurrten Mittellan des. Die Saane durchfließt das Molasseland mit zahlreichen Schlingen in tief eingeschnittenem, schluchtartigem Waldtal, an dem die Plateaufläche mit Sandsteinwänden jäh abbricht. Ein ganz ähn liches Bild, wenn auch ohne die weit ausholenden Schlingen, zeigt der Lauf der Sense, und selbst die kleinern Seitenbäche der Saane und Sense streben in schwer zugänglichen Waldschluchten dem Haupt fluß zu. Die von hohen Steilwänden umschlossenen Talrinnen hemmen den Verkehr, vorab in der Wcst- ostrichtung; hier stockte die hin und her flutende G«,,»>>»- Bewegung der Landesbewohner zu beiden Seiten b f e6 f^ e ‘ der Saanelinie. In dieser verkehrsfeindlichen Grenz zone verläuft denn heute auch die Sprachgrenze^ Dem neuzeitlichen Verkehr genügen die tief unten liegenden Übergänge mit den mühsam die Höhe er klimmenden Wegen nicht mehr; er zieht auf einigen kühn gebauten Hochbrücken über das Hindernis hinweg. Auf dem Sandsteinkopf einer Saaneschlinge er- s«id»cg hebt sich, in ähnlicher Lage wie Bern, die Haupt stadt Freiburg, 20300 Einwohner. Die alters grauen Häusermassen, aus welchen mittelalterliche Festungsmauern und -türine sich abheben, steigen vom Saaneufer neben schroff abbrechenden Fels wänden an steilen und engen Gassen zu den Stadt teilen des Plateaus hinauf, über die der stumpfe Turm des Münsters hinausragt. Uber die Saane- schlucht gespannte Drahtseile tragen die berühm ten Hängebrücken; die Bahnlinie Bern-Lausanne quert das Tal auf der mächtigen Grandfey-Brücke im Norden der Stadt. Freiburg besitzt eine katholische Universität.