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Nationalökonomie (1.1915)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (1.1915)

Monograph

Identifikator:
1000912612
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-19383
Document type:
Monograph
Author:
Leitner, Friedrich http://d-nb.info/gnd/139681477
Title:
Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe
Edition:
Siebente, vermehrte Auflage
Place of publication:
Frankfurt a. M.
Publisher:
J. D.Sauerländers Verlag
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 384 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
VI. Abschnitt. Normalkalkulationen, Rentabilitätsrechnungen, Gründungsvoranschläge
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (1.1915)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie
  • Index

Full text

274 —. 
Die deutsche 
Bank. 
ist von dem früheren Finanzminister und langjährigen Chef der 
preußischen Bank, David Hansemann, schon 1851 als Kommandit- 
gesellschaft auf Aktien gegründet. Die Geschäftstätigkeit erstreckt 
sich nach den Statuten zunächst auf das Diskontieren von Wechseln 
und das Depositengeschäft. Auch für jederzeit zahlbare Guthaben 
wurde nach der ursprünglichen Geschäftsform eine Zinsvergütung von 
1'/, °% gewährt. Erst im Jahre 1855 gewann die Bank modernen 
Charakter durch Erhöhung des Aktienkapitals, sowie durch Ueber- 
aahme größerer industrieller Unternehmungen und Ankauf von Wert- 
papieren. Im Jahre 1864 bildete sie sich zu einer Emissionsbank 
aus, indem sie namentlich die österreichische Silberanleihe jenes 
Jahres in die Hand nahm und von diesem Momente an sich in Ver- 
bindung mit dem Hause Rothschild die Vermittlung von Staatsanleihen 
in ausgedehntem Maße zur Aufgabe machte (für Argentinien, Ru- 
mänien usw.). Außerdem übernahm sie den Eisenbahnbau in ver- 
schiedenen überseeischen Ländern, eine große industrielle Unter- 
nehmung in Paris u. dgl. Der Gesamtbetrag der Geschäftsanteile 
war 1852 ca. 10 Mill. M., 1855 26 Mill, 1867 schon 46 Mill. und ist 
allmählich, besonders im Jahre 1903 ınfolge von Fusion mit anderen 
Gesellschaften bis auf 170 Mill, 1912 auf 200 Mill. erhöht. In dem- 
selben Jahre nahm sie eine alte Bankfirma in Bremen, sowie die 
Norddeutsche Bank in Hamburg völlig auf und beteiligte sich an der 
Umwandlung des Bankhauses Sal. Oppenheim jun. in Köln in eine 
Kommanditgesellschaft, trat in ein enges Verhältnis zum Barmer 
Bankverein, der den Dortmunder Bankverein durch Fusion aufnahm, 
zowie zur Oberlausitzer Bank in Zittau und der Vereinsbank Zwickau. 
Die Deutsche Bank ist erst 1870 gegründet und stellte sich 
von vornherein die Aufgabe, die internationalen Geldgeschäfte des 
deutschen Handels mehr und mehr in die Hand zu nehmen und sie 
den englischen Banken zu entziehen. Deshalb kommanditierte sie 
schon 1872 ein Bankhaus in New York, errichtete noch in demselben 
Jahre eine Filiale in London unter dem Namen „Deutsche Agency“ 
allein mit 45 Mill. M., und beteiligte sich in dem folgenden Jahre 
kommanditarisch bei dem schon seit längerer Zeit bestehenden Pariser 
Bankhaus „Weisweiler & Goldschmidt“. 1874 beteiligte sie sich an 
ler deutsch-belgischen Laplatabank, um auch in Südamerika festen 
Fuß zu fassen. Die 1872 in Shanghai und Yokohama gegründeten 
Filialen konnten sich nicht halten. Außerdem stationierte sie in 
Bremen und Hamburg Filialen als Stützpunkte für den internationalen 
deutschen Geldverkehr, Im Jahre 1886 wurde noch eine Filiale in 
Frankfurt, im Jahre 1906 in Leipzig und Dresden errichtet. Außer- 
dem unternahm die Bank seit Ende der achtziger Jahre erhebliche 
Kisenbahnbauten im Orient (Anatolische und Bagdadbahn) und gewann 
iort eine wachsende und sogar eine dominierende Bedeutung. 1890 
beteiligte sie sich an den deutsch-österreichischen Mannesmannröhren- 
werken, seit 1884 an den südafrikanischen Goldfeldern. Dazu ist 
hinzugekommen die Gesellschaft für elektrische Hoch- und Unter- 
yrundbahnen, die ostafrikanische Eisenbahngesellschaft, die Petroleum- 
Produktionsgesellschaft Steana Romana, die Europäische Petroleum- 
Union. Dauernd beteiligt ist das Unternehmen an 15 großen Bank- 
yesellschaften. Von neuen Konsortialgeschäften, an welchen es im 
Jahre 1913 als Hauptbeteiligter oder Emittent interessiert war und 
die zum größten Teile in diesem Jahre abgewickelt sind, kommen
	        

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Das Hotel- Und Gastgewerbe. Floeder, 1928.
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