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Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

Monograph

Identifikator:
1024892336
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-42711
Document type:
Monograph
Author:
Lissner, Julius http://d-nb.info/gnd/1115825569
Title:
Zur Wertzollfrage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung Nachf.
Year of publication:
1911
Scope:
1 Online-Ressource (108 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • J. v. Staudingers Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch und dem Einführungsgesetze
  • Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)
  • Title page
  • Contents
  • Allgemeiner Teil. §§ 241 - 432 erläutert von Dr. Ludwig Kuhlenbeck
  • Besonderer Teil. §§ 433 - 661, 705 - 758, 779 - 811 erläutert von Dr. Karl Kober; §§ 662 - 704, 759 - 778, 812 - 852 erläutert von Dr. Theodor Engelmann

Full text

3 898. 
425 
Zeffion mit dem alten Gläubiger vornimmt, gefchübt durch die Beftimmungen 
der 88 406—409. , 
NeuerdingS ift die hier vertretene Vollmirkffamkeit de8 BZeffions- 
vertrags vor Kenntnisnahme des Schuldner8 wieder beftritten worden von 
Beffer, Sherings Sabhrb. Bd. 49 S, 55 F.. Sprachliche8 und Sachlihes 
sum BOB). Da nach den Beftimmungen der 55 406—409 der Zedent nach 
Xbjchluß des Vertrages und vor Kenntnisnahme des Schuldners noch 
Bahlung empfangen, ide au mit Alage erzwingen, auch die Forderung 
veiter Serbtamichlam zedieren fünne, {fo habe zwar in ber Zwifchenzeit der 
Beflionar (Erwerber) fchon eine Berfigungsgewalt, aber noch nicht das 
Sollrecht jelbft; lebtere8 befinde fihH im Duftande der Schwebe; bie 
neun müjfje bis zur Renntnisnahme des Schuldners noch als Stüd des 
Vermögens des Zedenten gelten. Bekfer meint daher, daß dem Schuldner, 
der nach der YWotretung, aber vor Kenntnis derfelben an den bisherigen 
Släubiger gezahlt habe, feinenfall8 eine Kondiktion des Gezahlten zu 
Jewilligen Te Val. dagegen Negelsberger in Iering8 Sahrb. Yd. 47 
S. 8367: „NMicht, weil der BZedent dem Schuldner gegenüber noch al8 
Släubiger legitimiert ift, folange der Schuldrer von der Zorderungs- 
ıbtretung feine ®enntni3 hat, wird der Schuldner durch einen mit ihm ge= 
cOlofienen Erlaßvertrag ujm. befreit, fondern troßdem, daß der ©läubiger 
»ine }olde Machtvolfommenheit nicht hat. Ih Halte die enfpegengelehie 
Auffallung felbit dem (päteren) römifdhen echt nicht angemeflen, obwohl 
yier der Sebent noch formelle Gläubigerrecht hatte; denn eS war nur ein 
ı1udum jus. Sie ift vollendS undhaltbar vom Standpunkte des U ai 
ichen Beffionsrecht8, daS fidhH das BOB. angeeignet hat. Die bhekämpfte 
Auffaflung führt au zu unrichtigen praktijhen Ergebniffen. Wäre der 
Bebent zur Entgegennahme der Biol le EEE {jo mürbde Die 
Veiftung an ihn eine gültige A ME ieS ift jie aber nidt; 
der Schuldner Fann, wenn er will, die Leiftung al8 indebite solutum zurück 
jordern. Anders ausgedrückt: jene Leiftung bewirkt eine Befreiung des 
Schuldners8 (liberatio debitoris), feine Tilgung der Schuld (solutio). Dies 
{t längft von Bähr (Serings Be I S. 415) entwickelt und_ von feinem 
Späteren widerlegt worden. Und nicht anderS_im BGB. Findet alfo 
der Schuldner, Der in Unkenntnis van der a a ODE an 
den Zedenten geleiftet hat, feinen Borteil darin, den Kondiktions- 
anjprucdh gegen den Zedenten geltend zu machen, ftatt feine Be- 
jreiung vom Beffionar, z. B. um eine Anufrehuung auszuführen, fo 
it im dies nicht verwehrt. Dies geht aus Sinn und Wortlaut der 
38 407, 408 beutlidh hervor.“ Bal. auch Enneccerus, Lehrb. 4./5. Aufl. I, 2 
S. 210, Bem. 1. 
16 ‚2. Die Abtretbarfeit der Forderung: Alle Forderungen aus Schuld- 
ben Bältnif fen {ind nach der ten Beitimmung des $ 398 Sa 1 über- 
; 8 ür, foweit nicht im Gefege Jelbit Wusnahmen gemacht find. Ueber diefe Ausnahmen 
NS 399, 400. Wegen rein abzeflorifcher Anfprüche val. VBorbem. I S. 420. Fällige Neben- 
Sa CYungen, die einen Felbitändigen Vermögenswert haben, 3. BD. EEE fönnen ohne die 
at wforderung übertragen werben, Mr. II, 121. Wegen der verfallenen VBertragsitrafe 
81. Gorbem. V zu den 88 339—343 S. 299, Bem. 2 zu & 401. 
a) Auch ein Teil einer Forderung kann abgetreten werden. 
9) Auch bedingte oder befrijtete Forderungen. Bol. Bem. 1, a, «. 
®) Streitig {ft die Wtretbarkeit der fog. Naturalobligationen, Dafür Plane 
Bem. 3, f, Schollmeyer II S. 361, A EU II 8 335 Mote 16, 17. 
3. M. Schwanert, nen . 176 1f., Schmib, Op deen 
der Beffton (1863), I S. 54 F. Mach meiner Anficht ift zu unterfdheiden 
öl en den fog. unvdollkommenen BZivilobligationen und den edhten 
Bag e lo brigation en im Sinne von Vorbemerkungen zum Il. Buch 
3, 10 f. N 
x) Die undollkommene d. h. indirekt erzwingbare Zivilobligation ift 
218 folche nicht übertragbar. Denn fie kann al5 Tolde (mit iDrer 
indirekten Erzwingbarkeit) nur durch Einrede verwirklicht werden; 
ine Einrede it aber nicht übertragbar. Val. Bem. 1, a zu S 399, 
Daher {ließen auch die Anhänger der Nebertragbarkeit der Natural- 
OEROGEON tn en DEE bie A ha won 
eftellte wichtige Unterfheidung nicht kennen, DC npen xe 
N (M. N Geil auch in diefent Bunkte Windicheid-Ripp a. a. OD.
	        

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Recht Der Schuldverhältnisse. Schweitzer, 1910.
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