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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1002734533
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-15765
Document type:
Monograph
Author:
Schloesser, Robert http://d-nb.info/gnd/117329711
Title:
Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung
Place of publication:
Mannheim
Publisher:
J. Bensheimer
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (217 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Kapitel. Die Güterbeschaffung der Konsumgenossenschaften
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

B. IV. Abschnitt. Das Prinzip der Steuerprogression. 
285 
geringeren Fähigkeit der Orientierung und Verteidigung, wegen des 
mit der Steuerzahlung verbundenen Zeitverlustes usw. 
Von jenen Faktoren, welche auf die Größe des in der Steuer 
gebrachten Opfers Einfluß ausüben , kommen auch die im Ein 
kommen vorkommenden Veränderungen in Betracht (Meyer). In 
jedem Haushalte entwickelt sich hinsichtlich der Größe und der 
Art der Bedürfnisbefriedigung ein gewisses System, welches große 
Tenacität beweist. Wenn das Einkommen steigt, so steigen doch 
nicht sogleich auch die Bedürfnisse. In diesem Falle ist also die 
Steuerfähigkeit eine größere, als in Haushaltungen, die über das 
selbe Einkommen verfügen, aber dieses Einkommen bereits in dem 
ständigen Niveau der Bedürfnisbefriedigung zum Ausdruck brachten. 
Diese Haushaltungen sind daher nach einem höheren Schlüssel zu 
besteuern. Der entgegengesetzte Fall tritt ein, wenn das Einkommen 
abnimmt. Hier kann wieder die Bedürfnisbefriedigung nicht so 
gleich reduziert werden, die Leistungsfähigkeit dieser Haushaltungen 
ist also geringer, als die jener Haushaltungen, welche wohl gleich 
falls nur über das gleiche Einkommen verfügen, aber in der Be 
dürfnisbefriedigung sich diesem Niveau längst anbequemt haben. 
Freilich scheint dieses Moment schon zu jenen zu gehören, die beim 
progressiven Steuerfuß schwer in Betracht gezogen werden können, 
auch der erwähnte Schriftsteller will dasselbe nur bei der Steuer 
veranlagung berücksichtigen. Übrigens ist es gewiß, daß, von Aus 
nahmefällen abgesehen, die Anpassung der Bedürfnisse an das Ein 
kommen mit Raschheit erfolgt, höchstens mit dem Unterschiede, daß 
die Ausgleichung rascher erfolgt bei steigendem, als bei abnehmen 
dem Einkommen, denn der Mensch lernt rascher neue Bedürfnisse 
und die Annehmlichkeit der Befriedigung derselben kennen, als die 
Verzichtleistung auf gewohnte Bedürfnisse. 
Die Berechtigung der progressiv steigenden Besteuerung der 
höheren Einkommen findet seine Berechtigung auch darin, daß auf 
diese Weise auch das Ziel erreicht wird, daß das fundierte Ein 
kommen stärker besteuert wird als das unfundierte. Die höheren 
Einkommen stammen nämlich überwiegend aus Vermögen und deren 
höhere Besteuerung gestattet wenigstens einigermaßen die UntA- 
scheidung von fundiertem und unfundiertem Einkommen. Ja es 
kommt hierbei noch in Betracht, daß je höher das Einkommen ist, 
desto größer ist auch proportioneil das demselben zugrunde liegende 
Vermögen, da die größeren Vermögen geringere Verzinsung bieten. 
7. Einzelne Schriftsteller haben den progressiven Steuerfuß 
namentlich in seiner Einwirkung auf die Einkommensverteilung 
untersucht. Hier begegnen wir namentlich jenen, die eben aus
	        

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Laienbrevier Der National-Ökonomie. Voigtländer, 1908.
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