Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Der Weltverkehr und seine Mittel

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

959 ii 
vSte Fortschritte der Biiincnschiffahrtsstraßeii. 
Hauptstadt anzulaufen vermögen, über den Binnenverkehr Hamburgs und fast aller übrigen 
deutschen Häfen hinaus. Es ist demnach klar, daß es wirtschaftlich von unabsehbarer Bedeu 
tung sein würde, wenn es möglich wäre, die kleineren Seeschiffe der Ostsee, die heute bis 
Stettin zu fahren vermögen, bis nach Berlin gelangen zu lassen. Diesem Zweck soll ein neuer 
Oder—Havel—Spreekanal entsprechen, der bei Hohensaathen von der Oder abzweigt und von 
dort in einer Gesamtlänge von 106,7 lein, ungefähr im Zuge des alten Finowkanals, nach 
Berlin verlaufen soll. Er erhält eine Breite von 33, eine Tiefe von durchgängig 2,4, in 
der Mitte von 3 in, so daß er von zwei je 600 t fassenden Schiffen nebeneinander befahren 
werden kann. Der Kanal wird in naher Zukunft (1913) dem Verkehr übergeben werden 
und sicher speziell für Berlins und Stettins Wirtschaftsleben rasch große Bedeutung erlangen. 
Wenn somit die Zeit gekommen ist, daß kleinere Seeschiffe bis nach Berlin gelangen 
können, daß in gewissem Sinne Berlin Seestadt wird, so ist es nicht zu verwundern, 
daß auch andre binnenländische Großstädte mit reicher Industrie ähnliche Wünsche hegen. 
Daß z. B. Paris und Roin seit langer Zeit den Ehrgeiz hegen, Seestädte zu werden, wurde 
schon oben auf S. 490 erörtert. Doch auch in Deutschland regt es sich selbst in den meer- 
fernsten großen Städten immer lebhafter, gute Schiffahrtsstraßen großen Stils bis zum 
Meer zu erhalten, so insbesondere in den drei wichtigsten rechtsrheinischen Staaten Süd 
deutschlands. Die badische Hauptstadt Karlsruhe verfügt durch die umfassenden Rhein- 
Regulierungsarbeiten seit dem März 1909 über eine ununterbrochene Wasserstraße zur 
Nordsee und hat sich in den Jahren 1898 bis 1901 einen großen, neuen Rheinhafen ge 
schaffen, der im Mai 1901 dem Verkehr übergeben wurde. Ungleich schlechter sind, infolge 
ihrer geographischen Lage, natürlich diebeidenanderensüddeutschenHauptstädteMünchenund 
Stuttgart und die andren bayrischen und württenibergischen großen Städte daran. Hier 
konnte bisher erst sehr wenig erreicht werden, da die beiden Hauptflüsse Bayerns und Württem 
bergs, die nach Norden, zum Weltmeer, weisen, der Main und der Neckar, auf preußischein 
bzw. badischem Gebiet in den Rhein münden, so daß beide Staaten ohne die Genehmigung 
ihrer Nachbarn nicht viel zur Verbesserung ihrer Wasserstraßen tun konnten. Ter dritte 
große Fluß aber, au dem Bayern und Württemberg Anteil haben, die Donau, ist in seinem 
Oberlauf für die Schiffahrt wegen seiner reißenden Strömung nicht sehr geeignet und führt 
außerdem nicht zum Weltmeer hin, sondern von ihm fort. 
Es ist zunächst noch durchaus unbestimmt, welche Kanalpläue in Süddeutschlaud zur 
Ausführung gelangen werden. Man spricht von einem Main—Donaukanal im Zuge 
des alten Ludwigskanals, von Abkürzungen der gewaltigen, die Entfernungen unnötig er 
höhenden Mainschleifen, von einem großartigen, von Nürnberg aus nach Steppberg an 
der Donau verlaufenden Seitenkanal, der über die Donau hinweg nach Augsburg und 
München verlängert werden soll, andrerseits von einer K a n a lisi eru ng d es N e ck a r und einem 
von Eßlingen nach Gundelsingen an der Donau abzweigenden Neckar—Donau-Seiten 
kanal, ferner von einer Kanalisierung des Rheins, der zurzeit bis Basel sicher schiffbar 
gemacht wird, über Basel hinaus bis zum Bodensee, von einem Donau—Bodensee 
kanal zwischen Ulm und Friedrichshafen und schließlich sogar von einem Kanal zwischen 
Werra und Main, der bei Bamberg münden soll und Bayern zum Hinterland Bremens 
machen würde. Doch stehen alle diese Pläne zurzeit noch auf dem Papier, und es ist noch 
nicht abzusehen, ob und wann der eine oder der andre von ihnen verwirklicht werden wird, 
trotz außerordentlich reger Propaganda und obwohl der „Kanalprinz", der bayrische Thron 
folger Prinz Ludwig, keine Gelegenheit vorübergehen läßt, um mit aller Energie immer 
wieder und wieder die unbedingte Notwendigkeit eines großen süddeutschen Wasserstraßen 
netzes zu betonen. Nur die Rheinkanalisierung zum Bodensee dürfte gesichert sein. 
Auch in Preußen sind weit über den Rahmen des Kanalgesetzes von 1905 hinaus 
noch von der Zukunft große Aufgaben zu erfüllen, die hier nur in aller Kürze erwähnt 
werden sollen, weil es noch ganz zweifelhaft, ob, wann und wie sie verwirklicht werden. 
Die vornehmste Aufgabe bleibt nach wie vor die Vollendung des Mittellandkanals, 
in Gestalt des Hannover—Elbekanals. Von hoher Wichtigkeit ist ferner die vielumstrittene 
Moselkanalisierung nebst der damit zusammenhängenden Saarkanalisierung, die
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fourth digit in the number series 987654321?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.