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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

Die drahtlose Telegraphie. 
95988 
Nativ- 
Verlauf 
Jahr der 
nalität 
Herstellung 
Besitzer 
englisch 
8. Aden—Zanzibar—Mozambique—Delagoa- 
Bay — Durban 
9. Zanzibar—Seychellen—Mauritius . . . 
1879 
1893 
I Mstern and South 
I African Tel. Co. 
10. Durban (Natal)—Mauritius 
1901 
Eastern Telegraph Co. 
„ 
11. Mauritius — Rodriguez-Insel—Kokos-Jn- 
sein—Perth (Australien) 
12. Perth—Adelaide 
13. Kokos-Inseln—Batavia 
1901 
1902 
!> Australasia and 
China Tel. Co. 
Dir drahtlose Telegraphie. 
Tie erhabensten Großtaten des 19. Jahrhunderts für die Förderung des Verkehrs 
wesens waren neben der Schaffung des Suezkanals die Einführung des Eisenbahn- und 
Dainpfschifsbetriebs, die Erfindung der elektrischen Telegraphie und des Telephons. Das 
20. Jahrhundert, so jung es noch ist, hat dennoch schon weitere Fortschritte gebracht, die 
sich würdig den genannten zur Seite stellen können, vor allem die Ausbildung der draht 
losen Telegraphie und die Eroberung der Luft. 
Die Anfänge der drahtlosen Telegraphie-reichen ja noch ins endende 19. Jahrhundert 
zurück. Der Name, der am engsten damit verbunden ist, ist der eines Italieners, Marconi, 
doch sind die wesentlichsten Leistungen auf dem Gebiet in der Hauptsache geistiges Eigentum 
der Engländer und der Deutschen, zumal da ja auch Marconi selbst seit langen Jahren 
in England lebt und wirkt. Ter geistige Vater dieses neuesten großartigen Nachrichtenmittels 
war der geniale, jung verstorbene deutsche Physiker Heinrich Hertz (ff 1894), der i. I. 1887 
und 1889 seine epochemachenden Untersuchungen über das Wesen der Elektrizität veröffent 
lichte, wobei er nachwies, daß die elektrischen Wellen sich, auch ohne Draht, nach Art des 
Lichtes durch den Raum fortpflanzen. Auf dieser Wahrnehmung basierte Marconis Erfin 
dung von 1896, die Fortpflanzung der elektrischen Wellen durch die freie Luft zur telegra 
phischen Zeichengebung zu benutzen. Der von Branly 1890 konstruierte Kohärer oder Fritter 
gestattete die Aufsaugung und Verdeutlichung der telegraphischen Signale. 1897 gelang Mar 
coni zum ersten Male die Übermittlung einer drahtlosen Depesche auf 12 km Entfernung von 
der Küste des Golfs von Spezia auf ein Schiff. Nachdem die ersten Nachrichten über Mar 
conis Arbeiten bekannt geworden waren, bildeten die deutschen Forscher Prof. Slabh in 
Charlottenburg und Prof. Braun in Straßburg, später auch der Amerikaner de Forest 
und noch andere, von ähnlichen Grundlagen ausgehend, neue Systeme der drahtlosen 
Telegraphie aus. Aus Mangel an Raum kann hier auf die Unterschiede der einzelnen 
„Systeme" und ihre z. T. außerordentlich erbitterten Kämpfe widereinander nicht näher 
eingegangen werden. Tie von Marconi gegründete englische Marconigesellschaft (Wireless 
Telegraph Company) richtete seit 1900 systematisch Stationen für drahtlose Telegraphie 
auf Schiffen und dein Lande ein und nahn: sie in Betrieb. Sie hatte anfangs das entschie 
dene Übergewicht und suchte es, mit der bekannten britischen Rücksichtslosigkeit, zur Erdrückung 
der konkurrierenden Systeme und durch Boykottierung feindlicher Stationen zu einem die 
ganze Erde umfassenden Weltmonopol zu erweitern. Fast wäre dies gelungen: aber recht 
zeitig einigten sich noch die beiden anfangs gleichfalls einander befehdenden deutschen Sy 
steme Slaby-Arco und Braun-Siemens und taten sich im Juni 1903 zu der deutschen Tele- 
funkengesellschaft zusammen, welche die ehrgeizigen Pläne der Marconigesellschaft nach 
überaus hitzigen Kämpfen vereitelte und ihr heute an Bedeutung mindestens ebenbürtig, wenn 
nicht überlegen ist. Durch den Berliner internationalen Kongreß für Funkentelegraphie im 
Herbst 1906 und die im Schlußprotokoll vom 3. November 1906 niedergelegten Beschlüsse 
wurden die Monopolgelüste der Marconileute endgültig aus dem Felde geschlagen und nach 
dem die britische Gesellschaft erkannt, daß die deutsche Konkurrenz nicht erdrosselt werden 
konnte, trug sie den Tatsachen Rechnung, milderte die Schroffheiten des Konkurrenzkampfes 
und verstand sich schließlich sogar dazu, bis zu einem gewissen Grade mit ibr zusammen
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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