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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Eisenbahnen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

135 
Steigungsverhältnisse der Zahnbahnen. 
deshalb ohne Zahnstange als Reibungsbahn mit gewöhnlicher Lokomotive betrieben. Die 
Verwendung zweier verschiedener Lokomotiven bei so leichten Zügen und aus so kurzer 
Strecke wie hier am Rigi macht den Betrieb umständlich und teuer, läßt sich aber nur 
dann zweckmäßig umgehen, wenn die Zahnstangenrampen weniger steil angelegt sind. In 
solchem Falle kann, nach Riggenbachs Vorgang im Jahre 1875*) auf der Rorschach-Heiden 
Bahn, gemischter Betrieb eingeführt werden, d. h. die entsprechend gebaute Lokomotive 
arbeitet auf den schwach geneigten Strecken als gewöhnliche Reibungslokomotive, wirkt 
dagegen auf den Steilrampen als Zahnradlokomotive, unterstützt durch die Reibung zwischen 
den glatten Treibrädern und Fahrschienen. In dieser Weise wird z. B. auch die Gebirgs- 
strecke Giswyl-Meiringen der 1888 eröffneten Brünigbahn betrieben (vergl. Abb. 62). Die 
Riggenbachschen Lokomotiven vermögen jedoch auch auf den Reibungsstrecken infolge ihrer 
Met.üb. Meer 
Bauart nur mit mäßiger Geschwindigkeit zu fahren, was sie für Bahnen mit starkem 
Verkehre weniger geeignet macht. 
Es war deshalb ein erheblicher Fortschritt, als im Jahre 1882 Roman Abt in 
Luzern eine Lokomotive ersann, die auf der Zahnstrecke recht kräftig zu arbeiten, auf der 
Reibungsstrecke schnell zu fahren vermochte. Damit war die Anwendung von Zahnrad 
bahnen auch auf Strecken stärkeren Verkehres ermöglicht. Um aber diese „gemischte" 
Lokomotive stets voll ausnutzen zu können, was wirtschaftliche Vorteile ergibt, ist freilich 
Vorbedingung, daß die Steilrampen eine gewisse, sich nach der Verkehrsstärke richtende 
Steigungsgrenze nicht überschreiten. Im allgemeinen kann man als ihren ungefähren 
Wert annehmen: 1) für stark benutzte Touristenbahnen 125 °/ 0P , 2) für Bahnen mit lebhaftem 
Personen- und Güterverkehre 60 bis 80 o / 00 , 3) für Bahnen mit starkem Personen- und 
*) Die erste vereinigte Zahnrad- und Reibungslokomotive hat Riggenbach bereits 1870 für 
eine V/ 2 km lange Steinbruchbahn bei Ostermundingen (Bern) entworfen und ausgeführt, w o 
Bauart'hat aber keine Nachahmung gefunden. Die Zahnstange ist hier ^e von Marsh. e, 
Lokomotive nebst einer beweglichen Zahnstangeneinfahrt ließ sich Riggenbach 1872 m umerim 
patentieren. In seinem ersten Patente von 1863 ist bereits der Gedanke zu einer solchen Lokomottv 
art niedergelegt.
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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