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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Eisenbahnen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

146 
Die Eisenbahnern Oberbau. 
Krhienentefestignng der Eisenbahn 
Nürnberg - Fürth, 1835. 
4—4,8 kg schweren Stühlen nach Abb. 110 durch Eisenkeile gehalten, die Stühle 
selbst mittels geteerter Filzunterlagen auf den Steinen elastisch gelagert und durch Holz 
dübel und Spitzbolzen mit Widerhaken befestigt. Abb. 110 u. 111 geben nach Scharrer 
(„Deutschlands erste Eisenbahn mit Dampfkraft", 1836) die bemerkenswerten Einzel 
heiten dieses Oberbaues wieder. Zwischen 
den Schienen war die Bettung ab 
gepflastert, da anfangs die Bahn mit 
Pferden betrieben wurde. Die Schienen 
wogen nur 11 kg/m. Sie waren auf dem 
Remyschen Walzwerke in Rasselstein bei 
Neuwied angefertigt und sind somit die 
ersten in Deutschland gewalzten Eisen 
bahnschienen. Auch die gußeisernen 
Stühle und die Eisenkeile nebst den 
Nägeln wurden auf heimischen Werken 
hergestellt. Nur die Lokomotive war aus 
England bezogen (S. 79); sie wog 
6000 kg. Bei diesen schwachen Rad 
belastungen zeigte sich der Oberbau recht 
dauerhaft. Seine Pilzschienen fanden 
aber trotzdem auf der nächsten deutschen 
Bahn — der von Leipzig nach Dresden 
— keinen Eingang. Hier wählte man 
vielmehr für einen Teil der Strecke 
Holzquerschwellen und die weiter unten 
genannte Stevenssche Breitfußschiene, den 
anderen Teil belegte man mit hölzernen Eichen-Langschwellen, auf denen nach Abb. 112 
eine schmiedeeiserne Flachschiene befestigt wurde: billig und schlecht! Diese Bauart 
erwies sich denn auch als sehr mangelhaft und wurde bald wieder beseitigt. — Die Eisen 
bahn von Braunschweig über Wolfenbüttel nach Harzburg hatte ebenfalls auf ihrem letzten 
Abschnitte eine solche 
Gleisanordnung. Sie 
genügte, solaugePferde- 
betrieb bestand, sobald 
aber Anfang der 40 er 
Jahre die Züge durch 
Lokomotiven befördert 
wurden, offenbarte sich 
ihre Schwäche und sie 
mußte baldigst beseitigt 
werden. Diese Erschei 
nung zeigte sich wieder 
1866 bei der Zahnbahn 
auf den Mount Wa 
shington (Abb. 151). 
In Amerika hat 
der hölzerne Lang 
schwellenoberbau mit 
Flachschienenbesatz aus 
gedehntere Anwendung 
gefunden. Holz hatte man dort im Überfluß, Eisenschienen waren aber recht teuer, da 
sie derzeit noch aus England bezogen werden mußten. Zudem war bekanntlich in den 
Anfängen des Eisenbahnwesens Geld für Bahnbauten sehr schwierig zu beschaffen. Der 
Vertreter jeder neuen Bahnanlage hatte mit einer Welt voller Vorurteile zu kämpfen. 
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ill. ©tertian ter Eisenbahn Nürnberg - Fürth, 1835.
	        

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Fortschritt Und Armut. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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