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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Eisenbahnen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

154 
Die Eisenbahnen: Oberbau. 
dabei lassen sich die Schwellen gut und sicher mit Bettungsmaterial: Kies*), Steinschlag, 
Hochofenschlacke unterstopfen, so daß ein solcher Oberbau auch fest in der Bettung liegt. 
Um das Holz gegen Fäulnis zu schützen, tränkt man es nach Austreibung seines Saftes 
mit schützenden Flüssigkeiten (Kreosot, Teeröl, Zinkchlorid), die unter starkem Drucke hinein 
gepreßt werden. Hierzu dienen besondere Schwellen-Tränkungsanstalten. Eiche hat sich 
am besten bewährt, dann kommt Lärche, Kiefer (namentlich nordische), sodann Fichte, während 
Buche die geringste Lebensdauer zeigt. Durch das Tränken wird letztere wesentlich er 
höht, wie nachstehende Übersicht ergibt: 
Mittlere Lebensdauer der Schwellen: 
Holzart 
Ohne Tränkung 
Mit Tränkung 
Eiche 
14 
21 
Lärche 
9 
17 
Kiefer 
7 
16 
Fichte 
4 
13 
Buche 
3 
12—15 
Bei dem großen Bedarf an Schwellen kann Deutschland genügend Eichenholz hierfür 
nicht mehr liefern und ist auf den Bezug aus Ungarn u. s. w. angewiesen. Dagegen ge 
statten seine ausgedehnten Kiefern- und Buchenwälder eine Deckung des Bedarfs. Da 
Kiefernholz etwa halb so teuer wie Eiche ist, Buche ebenfalls billiger als diese, so ist die 
Verwendung von Kiefern- und Bnchenschwelleu 
von hervorragender Bedeutung für die deutsche 
Forstwirtschaft. 
Früher besaßen die Querschwellen in Deutsch 
land 2,5 m Länge bei etwa 25X^6 ona Quer 
schnitt und lagen weiter auseinander als jetzt. Nach 
englischem Vorbilde verwendet man sie seit einigen 
Jahren 2,7 m lang und gibt ihnen auch einen ge 
ringeren Abstand voneinander. Auf den preußi 
schen Staatsbahnen werden bei 12 in langen 
Schienen je nach dem Schienenprofil 13 bis 16 
Schwellen auf eine Schienenlänge verlegt und 19 
bis 20 bei 15 in langen Schienen. An den Stößen 
wird der Schwellenabstand bis auf 50 cm herab 
gemindert. 
Die Schienen werden durch die Seitenstöße der 
Räder sowohl auf Kippen um die äußere Fnßkante, 
als auch auf Verschiebung nach außen beansprucht. 
Sie müssen deshalb sehr sicher auf den Unterlagen 
befestigt werden. Hierzu dienen bei der Breitfnßschiene 
entweder Hakennägel (Abb. 129) oder die aus 
Frankreich stammenden Schrauben (tirs-koncks) (Abb. 130). Erstere sind mit einer Schneide 
ausgestattet, die senkrecht zur Faserrichtung des Holzes eingetrieben wird, damit die Nägel 
fester in letzterem haften. Auf den preußischen Staatsbahncn werden bei Neuanlagcn Nägel 
nicht mehr verwendet, sondern nur noch Schrauben. Die Löcher für letztere werden 
vorgebohrt und zwar durch die ganze Schwelle. Damit die Schienen unter den starken Rad 
lasten (in Deutschland bis 8000 kg, in England bis 9500 kg und in Amerika vereinzelt 
bis über 10000 kg) nicht die Schwellen zu sehr angreifen, legt man vielfach unter sie 
schmiedeeiserne Unterlagsplatten. Zweckmäßig stellt man deren obere Begrenzung mit 1:20 
gegen die Wagerechte geneigt her, damit die Schienen gegen die Senkrechte um '/ 20 geneigt 
129. Hakennagel. 130. Schiencnschranbc. 
*) Der Kies muß thunlichst frei von Sand sein, da er sonst u. a. zu Staubbildung in den 
trockenen Monaten Anlaß gibt, eine der unangenehmsten Plagen zur sommerlichen Reisezeit. 
Gewaschener Flußkies ist empfehlenswert. Auf amerikanischen Bahnen wird häufig ein höchst 
mangelhafter Kies (spöttisch Schlammkies genannt) zur Bettung genommen. Haben dortige Bahnen 
den besseren, freilich auch teueren Steinschlag oder Schlacken u. s. w. benutzt, so heben sie diesen 
Vorzug in ihren zwecks Reklame u. s. w. überall kostenlos ausgegebenen Fahrplänen ganz be 
sonders hervor und preisen ihn als eine hohe Annehmlichkeit des Fahrens auf ihrer Linie.
	        

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Citation recommendation

Factures Consulaires et Certificats d’Origine. Soc. Fermière de Publications Officielles, 1927.
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