Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Gesellschaftslehre

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

Object: Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
  • Zweites Kapitel. Die Abstufungen der Gesellschaft (Gemeinschaft und "Gesellschaft")
  • Drittes Kapitel. Die Gruppe
  • Viertes Kapitel. Die wichtigsten historischen Formen der Gruppe
  • Index

Full text

Der historische Charakter des menschlichen Seelenlebens. 203 
— 
allgemein menschlich halten, weder hinsichtlich der Grenzlinien zwischen 
den verschiedenen Gruppen, noch hinsichlich der Tatsache der Unter- 
scheidung überhaupt. 
Frühere Zeiten deduzierten den Ursprung der Kultur bekanntlich 
aus der seelischen Natur des Urmenschen, aus seinen religiösen und 
künstlerischen Anlagen, aus seiner angeborenen Vernunft usw. Die hier 
vorausgesegte konstante Natur gibt es in Wirklichkeit nicht. Der Ur- 
mensch, der erst an der Schwelle der Kultur stand, erhob sich kaum 
über ein hochentwickeltes Tier; und dasselbe würde noch heute von 
dem Menschen gelten, der in völliger Einsamkeit, völlig abgeschieden 
von aller menschlichen Berührung aufwachsen würde. Ein solcher Fall 
ist freilich nirgends zuverlässig festgestellt und beobachtet worden, 
denn der bekannte Fall Kaspar Hauser ist stark verdächtig. Aber eine 
ungefähre Vorstellung vom Zustand des isolierten Einzelnen erweckt in 
uns die seelische Verfassung derjenigen Taubstummen, die ohne Unter- 
richt aufgewachsen sind. Sie stehen bekanntlich geistig wie sittlich weit 
hinter den Vollsinnigen zurück. Der völlig isolierte Mensch erhebt sich 
jedenfalls nicht über die Stufe der Wahrnehmungen und ihrer Repro- 
duktionen und die dieser Stufe entsprechenden rein sinnlichen Gefühle 
und Willensregungen. Alles Denken entwickelt sich erst im Zusammen- 
hang der Sprache, alle Intelligenz- und Phantasietätigkeit, alles Gefühls- 
und Willensleben höherer Ordnung entsteht erst im Zusammenhang der 
menschlichen Gesellschaft. Selbst die dingliche Auffassung der Außen- 
welt würde wahrscheinlich ohne diesen Einfluß der Sprache dem Men- 
schen vorenthalten bleiben. Und ebenso ist das Ichbewußtsein in aus- 
geprägter Form an den Verkehr mit Mitmenschen, nämlich an gewisse 
Abhebungen des Einzelnen von ihnen in seinem Verhalten gebunden. 
Erst recht wird eine objektive Welt im weiteren Sinne nur durch 
Wechselwirkungen geschaffen, insbesondere durch Aussprache und Er- 
örterung, wodurch die Erlebnisse erst in die Sphäre der Betrachtung 
gerückt werden und gegenständlichen Charakter gewinnen: Gefühle 
und Stimmungen werden so erst zu objektiven Gebilden, unklare und 
schwebende Vorstellungen zu festen Urteilen erst dank dem Wechsel- 
verkehr mit unserer Umgebung. Jedes Zeitalter. jede Kultur schafft 
sich so ihre eigene Psyche. 
Anfänge dieser Bildsamkeit finden wir freilich schon bei einigen 
Tierarten. Wir wissen, wie bei manchen Vogelarten der Gesang durch 
die belebte Umgebung, in der das Tier aufwächst, beeinflußt wird, wie 
einzelne Vogelarten geradezu Virtuosen in der stimmlichen Nachahmung 
ihrer Umgebung sind und andere in der Gefangenschaft durch den 
Menschen sich in bestimmter Weise abrichten lassen. Zur völligen Ent- 
faltunz aber kommt diese neue Tendenz erst bei dem Menschen. Das
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Gesellschaftslehre. Enke, 1928.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What color is the blue sky?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.