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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Eisenbahnen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

236 
Eisenbahnen: Betriebsmittel. 
Wagen. 
Schon Blcnkinsop hatte auf seiner im Jahre 1812 eröffneten Zahnbahn den Ver 
such einer Personenbeförderung gemacht, wie Abb. 239 uns zeigt. Bei der geringen Ge 
schwindigkeit seiner Lokomotive — bis 5 km in der Stunde — konnte jedoch von einem 
regelrechten Personenverkehr keine Rede sein. Er beschränkte sich infolgedessen auch auf 
das Befördern von Kohlenzügen. Ein geregelter öffentlicher Personenverkehr wurde zum 
erstenmal auf der 1825 in Betrieb genommenen Stockton-Darlingtonbahn eingerichtet. 
Die Wagen nach Art der Abb. 240 wurden wegen des gleichen Fehlers der Stephenson- 
schen Lokomotiven durch Pferde gezogen, wie bereits oben dargelegt wurde. Erst seit den 
Rainhiller Tagen des Jahres 1829 wurde es möglich, auf einmal mehrere hundert 
Reisende und große Gütermassen fortzuschaffen mit einer bis dahin unbekannten und 
derzeit unerhörten Geschwindigkeit. Unsere Tafel veranschaulicht uns das äußere Ge 
präge der ersten, von Lokomotiven gezogenen Personenzüge jener Zeit. Unförmig und 
wenig behaglich erscheinen uns diese Fahrzeuge: ohne Polsterung, zum Teil ohne Fenster, 
selbst ohne Dach und Sitze, weder beleuchtet 
noch geheizt, schlecht gefedert; die Reichen in 
eigenen Equipagen fahrend, die auf offene 
Güterwagen gestellt und auf diesen befestigt 
waren, die weniger Bemittelten auch auf dem 
Dache untergebracht, mitunter sogar, wie aus 
239. Klciikinsops Zahnlmhii, 1812. 
der Scarborough-Whitbybahn, in einer Art Kiepe, die hinten an den Wagen gehängt war. 
Und doch, welchen Fortschritt stellten sie im Verkehrswesen dar! 
Die großen Vorteile, die durch die Eisenbahnen jetzt für Handel, Industrie und 
Landwirtschaft offenbar wurden, schnellten den Verkehr gewaltig empor. Immer weitere 
Kreise bedienten sich der schnellen Bahnzüge, die Ansprüche an die Reisebequemlichkeiten 
wurden gesteigert. Allmählich griffen, oft auch nachdrücklichst unterstützt durch behördliche 
Vorschriften, in der Bauart und Ausstattung der Wagen Verbesserungen Platz, die weiter 
gepflegt, in der Neuzeit zu den auch verwöhnten Ansprüchen genügenden Luxuswagen 
— Schlaf-, Speise-, Salon- und Krankenwagen — geführt haben. Der Güterverkehr, 
anfangs nur in roh gefügten vierräderigen Karren vermittelt, stellte gleichfalls mit der 
Zeit höhere Anforderungen an die Transportmittel. Für die wertvolleren, der Be 
schädigung oder dem Verderben leicht ausgesetzten Waren, namentlich auch für bestimmte 
Tiere wurden bedeckte Wagen gebaut, die, was sanften Lauf und innere Anordnung anbetrifft, 
ihre Höchstausbildung schließlich in den im Winter geheizten, im Sommer durch Eis ge 
kühlten Sondergüterwagen, in den innen ringsum gepolsterten Wagen für Luxus 
pferde u. s. w. gefunden haben. Heute sind unsere Viehwagen teilweise besser eingerichtet 
und gewähren mehr Schutz gegen die Unbilden der Witterung, als ein Teil der damaligen 
Personenenwagen. Die beiden Hauptgattungen der Eisenbahnwagen — Personen- und 
Güterwagen — sind in nachstehendem getrennt behandelt.
	        

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Finanzwissenschaft. G. Fischer, 1927.
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