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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Eisenbahnen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

252 Eisenbahnen: Personenwagen. 
weiteren Blechmantel umgeben ist. In den Zwischenraum beider Cylinder wird durch 
Luftfänger die Außenluft eingeführt, hier erwärmt und durch Verteilungsrohre nach den 
einzelnen Abteilen des Wagens geleitet. Die Verbrennungsgase ziehen durch ein über 
das Wagendach hinausragendes Rohr ab. Zum Schutz gegen Abkühlung sind Ofen und 
Mantel mit schlechten Wärmeleitern, Schlackenwolle, Kieselguhr u. s. w. gut umhüllt. 
Die Wärmezufuhr kann durch Klappen leicht geregelt werden. Da stetig Außenluft zu 
geführt wird, so ist die Wagenluft auch nicht zu trocken, was ein besonderer Vorzug dieser 
Heizung ist. Ihre Nachteile bestehen in der Feuergefährlichkeit bei Zusammenstößen und 
Entgleisungen und in den hohen Anlagekosten (bis 900 Mark für einen Wagen). Auch 
wird das Untergestell in ganzer Breite durch die Öfen verbaut, und daher lassen sich die 
Bremsgestänge und Luftleitungen unbequem anbringen. 
Für einzelne Luxuswagen hat man mehrfach Warmwasserheizung gewählt, die 
frei von Gerüchen, reinlich und von milder Wirkung ist. Der meist mit Koks geheizte 
Wasserkessel befindet sich in einem besonderen Raume des Wagens, an dessen Längsseite 
die von ihm auslaufenden Heizröhren liegen. Bon diesen kehrt je eine nach dem Kessel 
zurück, so daß ein stetiger Wasserumlauf in den Rohrnetzen vor sich geht. Die Erwärmung 
ist gut, aber teuer in der Anlage und auch nicht feuersicher. 
Dampfheizung. In verschiedenen Gegenden Deutschlands (preußische Ostbahn, 
bayrische Staatsbahnen, Reichseisenbahnen in Elsaß-Lothringen) führte man wegen der 
vorerwähnten Mängel vor etwa 20 Jahren versuchsweise die Dampfheizung ein. 
Ihre Vorzüge waren so augenscheinlich, daß sie auf den deutschen Hauptbahnen rasche 
Verbreitung fand und jetzt alle anderen Heizanordnungen nahezu verdrängt hat. Sic 
ist ferner in Österreich-Ungarn, in Rußland und in mannigfachen Abarten in Nord 
amerika verbreitet. Auf den preußischen Staatsbahnen ist sie mit einem Aufwande von 
mehreren Millionen Mark vollständig durchgeführt. — Nach der älteren Anordnung 
liegen unter den Sitzreihen cylindrische Heizkörper aus geschweißtem Eisenblech, bei den 
Durchgangswagen auch Rohrbündel an den Längswänden, die an ein Hauptrohr unter 
dem Wagen angeschlossen sind. Die einzelnen Fahrzeuge sind durch Gummischläuche ver 
bunden. Der Heizdampf wird dem Lokomotivkessel entnommen, bei langen Zügen auch 
wohl einem besonderen mit Dampfkessel versehenen Heizwagen. Da die dünnwandigen 
Heizkörper mit Dampf von nur etwa 3 kg/qem Spannung gespeist werden, so wird der 
Lokomotivdampf, der eine 3—5 mal so starke Pressung besitzt, durch ein Ventil auf den 
ersteren Druck herabgemindert. Die Bedienung der Dampfheizung ist die denkbar ein 
fachste und wird vom Heizer bequem nebenbei mitbesorgt. Die Erwärmung der Abteile 
läßt sich leicht regeln. Dabei ist diese Heizung durchaus feuersicher und billiger als die 
mittels Preßkohlen. Es betragen die stündlichen Gesamtkosten für Heizstoff, Bedienung 
und Instandhaltung für einen Wagen mit fünf Abteilen rund etwa: Ofenheizung 7 Pf., 
Luftheizung 15 Pf., Preßkohlenheizung 28 Pf., Dampfheizung 24 Pf. Um die Heizung 
besser dem jeweiligen Bedürfnis anpassen zu können, werden bei den preußischen Staats 
bahnwagen seit 1894 auf Vorschlag des Geh. Oberbaurats Wichert in Berlin die einzeln 
abzusperrenden Heizkörper (Röhren) eines Abteils verschieden groß bemessen. Bei schwachem 
Frost werden nur die kleineren, bei stärkerem nur die großen und bei großer Kälte (auch 
beim Anheizen) alle Heizkörper benutzt. Den kleinen Heizkörpern gibt man x / 3 der ge 
samten Heizfläche, den größeren 2 / g , so daß in drei Stufen: mit Uz, 2 / s und 3 / 3 der 
Heizfläche geheizt werden kann. Diese Anordnung hat sich recht gut bewährt, und bei 
den mit ihr ausgerüsteten Wagen sind die sonst üblichen Klagen über zu starkes oder zu 
schwaches Heizen verstummt. 
Auf Beseitigung des Niederschlagwassers ist durch entsprechendes Gefälle der Rohr 
leitungen und Anbringung von Auslaßventilen in den Knickpunkten der Schläuche, sowie 
am Ende des Schlußwagens besonders Bedacht zu nehmen, da sonst die Leitungen und 
Heizkörper bald mit ihm gefüllt und völlig unwirksam werden. 
Der Vorteil der vollständigen Feuersicherheit ist im Eisenbahnbetriebe nicht hoch 
genug zu veranschlagen. Es liegen zahlreiche Unglücksfälle vor, wo nicht nur bei Zu 
sammenstößen oder Entgleisungen die Wagen durch die Heizöfen in Brand gesetzt und
	        

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Das Kommunistische Manifest. Expedition der Buchhandlung Vorwärts (Th. Glocke), 1904.
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