Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Der Weltverkehr und seine Mittel

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Eisenbahnen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

258 Eisenbahnen: Personenwagen. 
jenigen durchgehenden Bremsen den Vorzug, welche sowohl von den einzelnen Wagen 
aus in Thätigkeit gesetzt werden können, als auch namentlich bei Zugentgleisungen, bei 
denen häufig die Schläuche reißen, desgleichen bei Zugtrennungen oder Beschädigungen 
an den Bremseinrichtungen, den Zug oder seine Teile selbstthätig zum Halten bringen 
oder die Geschwindigkeit mäßigen. 
Die zwei verbreitetsten selbstthätigen durchgehenden Bremsen sind die Luftsauge 
bremse und die Luftdruckbremse. Bei beiden Anordnungen liegt unter dem ganzen 
Zuge eine Rohrleitung, die sogenannte Hauptluftleitung. Mit ihr stehen die am Unter 
gestell der Wagen befindlichen Bremscylinder in Verbindung, durch deren Kolben die 
Bremsklötze bewegt werden. Von Wagen zu Wagen ist die Luftleitung durch biegsame 
Gummischläuche gebildet, deren äußere Mundstücke ein leichtes Kuppeln derselben ermög 
lichen (Abb. 263 u. 265). Die Leitung endigt auf der Lokomotive und steht hier mit 
verschiedenen Einrichtungen in Verbindung. Am letzten Wagen ist ihr Ende durch einen 
Absperrhahn dicht verschlossen. Bei der selbstthätigen Luftsaugebremse wird in der ganzen 
Rohrleitung und in den Bremscylindern eine Luftverdünnung erzeugt und während der 
Fahrt aufrecht erhalten. Das Bremsen erfolgt durch Einlassen von atmosphärischer Luft 
in die Leitung. Bei der Luftdruckbremse ist das ganze Rohrnetz während der Fahrt mit 
Preßluft von etwa 4 bis 5 Atmosphären Spannung aufgefüllt. Das Anziehen der 
Bremsen erfolgt durch Auslassen von Druckluft aus der Hauptleitung. 
Von selbstthätigen Luftsaugebremsen stehen in Anwendung die Bremse von 
Gebr. Körting in Hannover, die aus der englischen Sanders-Bremse hervorgegangen ist, 
und die Hardy-Bremse, die die englische Smith-Bremse als Vorläufer hat. Die Hardy- 
Bremse ist die verbreitetere und namentlich in England, Schweden und Österreich beliebt. 
Einschließlich der nicht selbstthätigen Bremsanordnung, wie sie zur Zeit auch bei den 
Zügen der Berliner Stadtbahn in Anwendung ist, sind nach Angabe der Hardy-Bremsen- 
Gesellschaft bis Anfang 1899 52 689 Lokomotiven und Tender sowie 139 619 Wagen 
mit der Hardybremse ausgerüstet worden. 
Zur Erzeugung der Luftverdünnung dient ein an der, Lokomotive angebrachter doppelter 
Ejektor (Düsenapparat). Strömt durch ihn Kesseldamps, so wird die Luft aus der Haupt- 
bremsleitnng und den Bremscylindern abgesaugt und in ihr eine Luftverdünnung von 50 
bis 60 cm Quecksilbersäule (äußerer Luftdruck rund 76 cm Quecksilbersäule im Flachlandes 
erzeugt und während der Fahrt aufrecht erhalten. Für rasche Lustentlcernng beim Beginn 
der Fahrt und zwecks schnellen Lösens wird der große Ejektor benutzt, für die Aufrechterhaltung 
der Luftverdünnung während der Fahrt, die durch kleine unvermeidliche Undichtigkeiten in den 
Rohrleitungen und Schlauchkuppelungen sonst verloren geht, dient der wenig Dampf ge 
brauchende kleine Ejektor. Der Bremskolbcn bewegt sich nach Abb. 263 senkrecht in seinem 
Cylinder und wird durch eine um ihn gelegte Gummischnnr in letzterem abgedichtet. So 
lange eine Luftverdünnung in der Leitung u. s. w. herrscht, liegt der Kolben infolge seines 
und des angehängten Gestängegewichtes unten. Öffnet der Lokomotivführer aber die Brems 
klappe, oder zerreißen die Gummischläuche bei einer Zugtrennung, oder setzt ein Reisender 
vom Wagen aus die Bremse in Thätigkeit, indeni er eine kleine Glasscheibe vor der 
Mündung eines Abzweigrohres der Luftleitung zertrümmert, so dringt die atmosphärische Luft 
mit großer Geschwindigkeit (etwa 250 m in der Sekunde) in die Leitung und unter die Kolben, 
diese steigen infolge des Überdruckes hoch und ziehen die Bremsklötze an. 
Das in Abb. 263 unten am Cylinder bei V sichtbare Kugelventil dient dazu, während 
des Bremsens den luftverdünnten Raum über dem Kolben von der Leitung abzuschließen, 
so daß die Außenluft mit ihrem vollen Überdruck ans den Kolben wirken kann. Bauart und 
Bedienung dieser Bremse sind einfach. 
Die Wirkung erfolgt schnell, vom Augenblick des Klappcnösfnens bis zum Anpressen 
der Bremsklötze am 20. Wagen vergeht nur eine geringe Zahl von Sekunden. 
Ein Vergleich dieser kurzen Zeit, die bei der Westinghouse-Lustdruckbremse noch erheblich 
kürzer ausfällt, mit derjenigen beim Handbremsen, läßt ohne weiteres den gewaltigen Fort 
schritt ans diesem Gebiete erkennen. — Blitzzüge ohne durchgehende Bremse zu fahren, wäre 
eine höchst bedenkliche Sache, ebenso wie Stadtbahnzüge mit ihren vielen Haltestationen und 
ihrer dichten Zugfolge. 
Ein noch größeres Verwendungsgebiet haben die Luftdruckbremsen gefunden. 
Die erste Luftdruckbremse wurde 1869 von G. Westinghouse in Pittsburg erdacht. 
Sie war zunächst eine nicht selbstthätige Bremse, wurde aber bereits 1871 von demselben 
Erfinder in eine selbstthätige umgewandelt und von ihm sodann Mitte der 80 er Jahre
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Entstehung Und Bedeutung Der Preußischen Städteordnung. Dürr, 1908.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the first letter of the word "tree"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.