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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Eisenbahnen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

260 
Eisenbahnen: Personenwagen. 
lustbehältern aufgespeicherte Lustvorrat zum Teil in die Bremscylinder geschickt und zum 
Bremsen verwertet. Es tritt dann die sogenannte Betriebsbremsnng ein, wie sie für ge 
wöhnlich den Lauf der Züge regelt. Liegt aber Gefahr vor und soll der Zug möglichst schnell 
zum Halten kommen, so öffnet der Lokomotivführer mit schnellem Ruck das ganze Brems 
ventil. Jetzt dringt nicht nur die Hilfsbehülterluft in die Bremscplinder ein, sondern infolge 
der nun in den Funktionsventilen vor sich gehenden größeren Bewegungen der Steuerteile 
auch ein Teil der Leitungslnft. Dadurch wird aber sowohl die Bremskraft erhöht, als auch 
namentlich die Bremswirkung ungemein rasch durch den ganzen Zug fortgepflanzt. Von der 
Lokomotive ans gerechnet wird jedes folgende Funktionsventil durch die Druckverminderung 
am vorhergehenden umgesteuert, so daß an jedem Wagen Luft aus der Leitung in den Brems 
cylinder übertritt. Wie erwähnt, vergehen bei den längsten Zügen (50 Wagen) nur zwei 
Sekunden zwischen dem Anliegen der Klötze am ersten und letzten Wagen. Diese winzig 
kleine Zeit kennzeichnet wohl zur Genüge die Bedeutung der genialen Erfindung Westing- 
houses für den modernen Zugverkehr. 
Luftpumpe. 
Luftdruckmesser. 
Abdampf 
Frischdampf 
Bremsventil- 
Luftbehälter. 
Hauptluftbehälter. 
264. Mestinghonse-SchnrUkrernfe: Teile für die Lokomotive. 
Reißt ein mit der selbstthätigen Luftdruckbremse ausgestatteter Zug in mehrere Teile, so 
wird jeder für sich infolge der entweichenden Leitungsluft sofort gebremst. Jeder Reisende 
kann von seinem Abteil aus die Bremse in Thätigkeit setzen. Durch Ziehen eines an der 
Wagendecke befindlichen Griffes wird ein Verschlußhahn i» der Luftleitung geöffnet, durch den 
dann die Luft ins Freie entweicht. Der Handgriff ist gegen Mißbrauch durch eine Schnur 
mit Bleisiegel gesichert. Ist er gezogen, so verbleibt er in dieser leicht erkennbaren Stellung, 
bis der Hahn durch den Zugbeamten geschlossen wird, was nur von der Außenseite des 
Wagens ans möglich ist. 
Sämtliche Hauptbahnen Deutschlands benutzen die Bremse bereits oder werden 
damit zur Zeit ausgestattet, in Nordamerika und Rußland steht sie auch bei vielen Güter 
zügen in Benutzung. Bis Anfang 1899 waren 58 252 Lokomotiven und 969 043 Wagen 
mit ihr ausgerüstet, darunter befanden sich nur 2787 Lokomotiven und 9796 Wagen mit 
der älteren, nicht selbstthätigen Westinghouse-Bremse. 
Die Luftsaugebremse ist zwar einfacherer Bauart, aber ihr Betriebsdruck kann immer 
nur kleiner sein als die Pressung unserer Atmosphäre, daher sie auch Niederdrnckbremse 
genannt wird. Infolgedessen erfordern schwere Wagen große, oft auch mehrere Brems 
cylinder. — Dahingegen arbeitet die Luftdruckbremse mit fünf- bis achtmal so hohem
	        

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Vom Wirtschaftsgeist in Amerika. Quelle & Meyer, 1927.
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