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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Eisenbahnen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

324 Eisenbahnen: Zugdienst und Fahrgeschwindigkeit. 
wagen werden hier einfach während der Fahrt von dem Wagenbegleiter kurz vor der 
Übergangsstation losgekuppelt (was eine besondere Form der Kuppelung ermöglicht) 
und in der Station durch Bremsen zum Halten gebracht, während der Schnellzug dieselbe, 
ohne anzuhalten, durchfährt. 
Ein weiteres Mittel zur Erhöhung der Reisegeschwindigkeit besteht in der Ab 
kürzung der Stationsaufenthalte. Das Äußerste hierin ist auf den Stadtbahnen 
in London (Untergrundbahn), Berlin und New Jork (Hochbahn) erreicht, denn hier währt 
das Anhalten nur 1 / i bis % Minute. Durch Einstellung besonderer Speisewagen, was 
in der Neuzeit immer mehr in Aufnahme kommt, fallen die sonst notwendigen längeren 
Fahrtunterbrechungen bei den lange Strecken durchfahrenden Schnellzügen zwecks Ein 
nahme des Mittagessens fort, was einen Zeitgewinn von etwa */, Stunde ergibt. Englische 
Bahnen führen jetzt Speisewagen sogar für die dritte Wagenklasse. 
Einzelne englische und amerikanische Züge haben es zu einer sehr großen Durch 
schnittsgeschwindigkeit gebracht. Sie sind deshalb auch vom Volke mit besonderen Namen 
belegt worden. So heißt z. B. der Schnellzug von London nach Carlisle „The flying 
scotchman“ („Der fliegende Schotte"), ein Zug der Great Western Bahn „Der fliegende 
Holländer" u. s. w. Anderseits ist in den im Jngenieurwesen zurückgebliebenen Ländern 
die Zuggeschwindigkeit eine verhältnismäßig geringe. In Spanien z. B. werden schon 
Personenzüge mit 40 hm/Std. Durchschnittsgeschwindigkeit „Schnellzüge" genannt. Auch 
in Rußland ist es nicht viel 
besser. Hier beträgt die 
Durchschnittsgeschwindig 
keit der Schnellzüge sogar 
nur 37 hm. Der S. 240 
genannte Luxuszug der 
sibirischen Überlandbahn 
durchfährt die 3254 hm 
lange Strecke Tschelja 
binsk-Irkutsk in 1341/4 
Stunden, das gibt eine 
mittlere Reisegeschwindig- 
zg«. Vorrichtung zmn Wassernehmcn während der Fahrt <1880). Eeit VvN 24,2 hm M der 
Stunde. Die Personenzüge 
dieser Bahn bringen es nur auf 16,4 und 21,6 hm/Std. Reisegeschwindigkeit. Damit 
verglichen, zeigen die Luxuszüge der nordamerikanischen Überlandbahnen auf der 5483 hm 
langen Strecke New Aork-San Francisco eine mehr als doppelt so große Reisegeschwindigkeit, 
obschon die Steigungs- und Krümmungsverhältnisse ungünstiger sind. — Vergleicht man 
nach den Fahrplanbüchern die Zuggeschwindigkeiten, so findet sich der schnellste Zug der 
Welt in Nordamerika auf der Strecke Philadelphia—Atlantic City. Er fährt im Sommer 
und legt nach S. 233 die 89 hm lange Linie in 47 bis 48 Minuten zurück. Die durch 
schnittliche Reisegeschwindigkeit beträgt hiernach 111 hm in der Stunde, während die Fahr 
geschwindigkeit den Höchstwert von 130 hm/Std. erreicht. Auch auf einigen anderen Linien 
im Osten der Vereinigten Staaten von Amerika kommen erhebliche, wenn auch nicht so hohe 
Geschwindigkeiten bei Schnellzügen vor. Im Westen jenes Landes dagegen fahren die 
selben weit langsamer, da hier der anspornende Wettbewerb mehr oder weniger fehlt. 
Es kommt jedoch nicht so sehr auf einen einzelnen, besonderen Zwecken angepaßten Zug an, 
als vielmehr auf die Durchschnittsleistung aller Personenzüge eines Landes. In dieser 
Hinsicht steht England noch immer obenan; auf dem europäischen Festlande sind es die 
preußischen Staatsbahnen, wie die nachstehende, dem Archiv für Eisenbahnwesen 1897 
entnommene Übersicht klar erkennen läßt. Es sind hierin alle Schnellzüge des Jahres 
1896 aufgenommen, die eine stündliche Durchschnittsgeschwindigkeit einmal von 46 hm 
und sodann von 60 hm überschreiten. Namentlich der letztere Wert führt zu höchst 
bemerkenswerten Ergebnissen. Die Zahlen geben Prozente der gefahrenen Schnellzug 
kilometer an:
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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