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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Eisenbahnen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

Fahrpreise. Störungen durch Schnee. 327 
Vergleicht man die Preise von 1840 mit denen der heutigen Personenzüge Preußens, 
so zeigt sich merkwürdigerweise eine fast genaue Übereinstimmung. Allerdings ist zu be 
achten, daß damals das Geld höher im Werte stand und den Reisenden viel weniger 
Bequemlichkeiten geboten wurden. Auch die Fahrgelegenheit und die Reisedauer ließ 
derzeit recht zu wünschen. So fuhren damals auf der Leipzig-Dresdener Bahn täglich 
nur 2 Personenzüge nach jeder Richtung, deren Fahrtdauer 3 1 / 2 bis 4 Stunden betrug, 
was einer Reisegeschwindigkeit von 28% bis 30 lcva/Std. entspricht. Heute wird dieselbe 
Strecke von 13 Zügen in jeder Richtung täglich befahren, mit einer Fahrtdauer von 
1% bis 3 Stunden. 
Ein anderes Beispiel dieser Art bietet die Bahn von Berlin über Magdeburg nach 
Hannover. Im Jahre 1846 verkehrten auf ihr 2 Züge in jeder Richtung, deren schnellster 
über 12 Stunden für diese Strecke bedurfte. Im Jahre 1850 liefen bereits 3 Züge in 
jeder Richtung, ihre kleinste Reisedauer betrug rund 10 Stunden. Heute laufen ans 
dieser Bahn 10 Züge in jeder Richtung, und man kann die Strecke bereits in 4% Stunden 
zurücklegen, wobei zu beachten ist, daß seit den 70er Jahren noch eine zweite Bahn 
zwischen Berlin und Hannover (über Stendal) in Benutzung genommen wurde, die täglich 
von 12 Zügen in jeder Richtung befahren wird mit einer kleinsten Reisezeit von 
3% Stunoen. Gewiß ein großer Fortschritt. 
Schneepflugs und Schneeschlcudermaschinen. 
In schneereichen Wintern haben die Eisenbahnen der gemäßigten Zone häufige 
Störungen durch Schneeverwehungen, im Hochgebirge auch durch Lawinenstürze zu 
erleiden. Ganz gewaltige Schneemassen lagern sich dann auf den Gleisen ab, namentlich in 
Einschnitten. Ihre Beseitigung kostet viel Zeit, Arbeit und Geld, dabei wird der Ver 
kehr empfindlich gestört und geschädigt. Nicht nur auf den besonders schneereichen Ab 
schnitten der Gebirgsbahnen (Schottland, Norwegen, Schweiz, Amerika) ist ein Festfahren 
und stundenlanges Steckenbleiben der Züge im Schnee wiederholt vorgekommen, sondern 
auch recht oft im Hügellande, selbst im Flachlande. 
In dem besonders schneereichen Winter 1886/87 gab es in Deutschland und Öster 
reich viele unliebsame Störungen im Zugverkehr und dadurch Schädigungen im 
Handel und Gewerbsleben. Allein im Monat Dezember 1886 sind auf deutschen Bahnen 
(ausschließlich der bayerischen) infolge Schneeverwehungen 2716 Züge ausgefallen, während 
711 Züge nur einen Teil ihres Weges gefahren werden konnten und 2315 Züge Ver 
spätungen erlitten. Für die sächsischen Staatsbahnen sind die in jenem Winter ein 
getretenen Mindereinnahmen nur im Personenverkehr auf rund 100 000 Mark geschätzt 
worden, während dort anderseits die Kosten für Schneebeseitigung in zwei Monaten die 
beträchtliche Summe von rund 442*000 Mark ausmachten. 
Seitdem sind die Eisenbahnverwaltungen noch mehr bemüht gewesen, ihre den 
Schneeablagerungen in verstärktem Maße ausgesetzten Gleisstrecken durch feste Schnee 
wehren, wie Hecken, Waldschutzstreifen, Mauern, Erdwälle, feste und versetzbare Schnee 
zäune ans Flechtwerk, Schwellen oder Bohlen zu schützen und bessere Vorkehrungen zur 
Beseitigung von Gleisverwehungen zu treffen. Da wo Lawinenstürze zu befürchten sind, 
baut man Schneegalerien und Schneedächer, über die die Lawinen uiedersausen, oder 
errichtet auch kräftige Leitwerke (versteifte Holzwände, Steinmauern), um sie aus ihrer 
gewohnten, die Bahnlinie bedrohenden Rutschungsrichtung abzulenken. Die Gotthardbahn 
ist besonders reich au solchen Galerien. Noch ausgedehnter sind die oft mehrere Kilometer 
langen Schneedächer (Abb. 84) der amerikanischen Überlandbahnen, namentlich in dem 
Felsengebirge und in den westlich davon gelegenen Selkirks. 
Hochgelegene Waldstreifen sind, wenn genügend dicht und breit, ein allbekanntes, 
sehr gutes Schutzmittel gegen Schneerutschungen. Heißt es doch schon im „Wilhelm Teil": 
., . . . Die Lawinen hätten längst 
den Flecken Altdorf unter ihrer Last 
Verschüttet, wenn der Wald dort oben nicht 
Als eine Landwehr sich dagegen stellte."
	        

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L’ Allemagne Économique Ou Histoire Du Zollverein Allemand. Ainé, 1874.
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