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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Eisenbahnen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

330 Eisenbahnen: Schneepflüge. 
ändern hat, auch je nach der Schneebeschaffenheit dessen Umdrehungszahl verringern oder 
bis auf 125 in der Minute verstärken, sowie den Lokomotivführern die nötigen Signale 
für das stärkere oder schwächere Vorrücken geben muß. Die Maschine schleudert den 
Schnee 20 na hoch und bis 100 in weit. Es ist ein höchst anziehendes Bild, das sich 
beim Arbeiten dieser Schaufler dem Auge zeigt. Dicke Rauchwolken, vermischt mit dem 
Abdampf, entströmen den verschiedenen Schornsteinen unter lautem Getöse, die Sicherheits 
ventile blasen zischend ab, dazwischen tönen die Signalpfiffe, und hoch im Bogen sieht man 
die Schneemassen fortgeschleudert. Die Schleuder vermag bis 3 m hohe frisch gefallene 
Schneemaffen mit einer Geschwindigkeit von etwa 10 km i. d. Stunde zu beseitigen; hart 
gefrorener Schnee erfordert erheblich mehr Zeit. 
Auch in Europa ist die Lesliemaschine mehrfach beschafft, so von den preußischen 
Staatsbahnen, die damit ihre schneereichen Linien im Thüringer Walde säubern lassen, 
und von der Gotthardbahn. Von der Leslieschleuder sind bis jetzt etwa 100 Stück er- 
338. Kchnrcschanfel brr der Arbeit. 
baut worden, die Mehrzahl wird auf den besonders schneereichen nordamerikanischen 
Bahnen benutzt. Die in der Schweiz und Deutschland benutzten Maschinen sind von 
Henschel & Sohn in Kassel erbaut (Preis 50 000 Mark). 
Da die verstellbaren langen Messer durch hart gefrorenen Schnee, vor allem 
durch Steine leicht beschädigt werden können, auch das Umsteuern der Dampfmaschine 
beim Wechsel der Schleuderrichtung lästig ist, so hat die Görlitzer Waggonfabrik 
1889 eine andere, widerstandsfähigere Schleuder konstruiert, die in der Abb. 337 wieder 
gegeben ist. Statt der Trichter sind hier 12 flache, breite Schaufeln gewählt, die radial 
zur Drehachse des mit einem „Vorschneider" versehenen Schleuderrades sitzen. Der 
Dampf für die 700pferdige Betriebsmaschine wird der Schiebelokomotive entnommen, 
mit welcher die Schleuder durch eine große Kupferrohrspirale verbunden ist, um die 
kleinen gegenseitigen Bewegungen der Fahrzeuge (namentlich auch in Gleisbögen) für die 
Dampfzufuhr unschädlich zu machen. Das Rad dreht sich nur nach einer Richtung 
(140mal in der Minute), besitzt aber eine untere und eine obere verschließbare Auswurf 
öffnung, wovon die eine links, die andere nach rechts den Schnee fortschleudert, wenn sie 
geöffnet wird. Diese Bauart ist von den ungarischen Staatsbahnen angeschafft. Auf der
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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