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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Eisenbahnen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

362 Eisenbahnen: Stadtbahnen. 
durch dieselben Aufzüge und Treppen ermöglicht. Jede Station ist mit einer Treppenanlage 
und zwei Wasserdruckaufzügen für je 50 Personen ausgestattet, so daß eine Zugladung 
Reisender schnell nach oben befördert werde» kann. Aufzngvorrichtungen sind für eine solche 
Tiefbahn unentbehrlich. Ohne sie entwickelt sich kein lebhafter Verkehr, wie sich zur Genüge 
an der East-Loudonbahn gezeigt hat, deren vielstufige Treppenanlagen ungern vom Publikum 
benutzt werden. Auf der unter dem Mersey hergeführten und 1886 eröffneten Tiefbahu 
zwischen Liverpool und Birkeuhead hat man jede Endstation mit drei solchen Aufzügen, 
je für 100 Personen bemessen, ausgerüstet. Ihr Hub beträgt hier nicht weniger als 23 
bezw. 27 in. Während die Merseybahn ebenfalls noch mit Dampflokomotiven befahren 
wird, wählte man für die City- und Südlondonbahn den elektrischen Betrieb*). Die Ver 
wendung der Dampfkraft war durch die Genehmigungsurkunde untersagt. 
Die Züge bestehen ans einer elektrischen Lokomotive (Abb. 365) und 3 Drehgestell 
wagen. Die Zuführung des Stromes erfolgt durch eine \ | förmige, innerhalb des Gleises 
isoliert verlegte Stahlschiene, auf der 3 Gleitschnhe der Lokomotive schleifen, eine Anord 
nung, für welche die 1885 eröffnete irische Bahn Beßbrook-Newry vorbildlich gewesen 
ist (vergl. auch Abb. 97). Die Rückleitung des Stromes bewirken die Fahrschieuen. 
Jede der beiden Radachsen bildet die Ankerwelle für einen 50pferdigen Motor, welcher 
die Lokomotivräder unmittelbar antreibt und ihnen eine Fahrgeschwindigkeit bis 40 lein 
in der Stunde verleiht. Die Räder werden durch die selbstthätige Westinghousebremse 
(S. 259) gebremst. Die erforderliche Druckluft wird in dem zu Stockwell befindlichen 
Krafthause der Bahnanlage erzeugt und jeder Lokomotive in einem Behälter mitgegeben. 
Auf dieser Bahn finden sonach Elektrizität, Druckwasser und Druckluft für Arbeitszwecke 
Verwendung. 
Die Züge befahren ans der Hinfahrt den einen und auf der Rückfahrt den anderen 
Tunnel. In den mit Kreuzungsweichen ausgestatteten Endstationen erfolgt ein Wechsel 
der Lokomotiven. Die Reisegeschwindigkeit ans der 5 km langen Strecke Stockwell-London- 
brücke beträgt einschließlich der Aufenthalte auf den vier Zwischeustatiouen 22 bis 24 km 
in der Stunde. Um die Züge beim Abfahren schneller in ihre Fahrgeschwindigkeit über- 
*) England ist auffallend spät zu elektrischen Bahnen übergegangen. Diese ursprünglich 
deutsche Erfindung (Werner von Siemens) hatte in schnellem Laufe ihren Trinmphzng durch 
Amerika gehalten und in diesem Lande in mannigfach abgeänderter Gestalt ihre Lebensfähigkeit 
dargethan. Nach diesen Erfolgen verbreiteten sich auch i» Deutschland die elektrischen Bahnen 
sehr schnell, während ihre Zahl in England auch heute noch sehr gering ist.
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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