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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

30 
Einleitung: Entwickelung des Verkehrswesens. 
welchem Lande sich eine Anzahl am Meere belegene Orte wie Charlestown, Philadelphia, 
New Jork, Boston, Quebek in verhältnismäßig kurzer Zeit zu angesehenen Handelszentren 
entwickelten, trat allmählich eine Verschiebung in den bisherigen Handelsverhältnissen 
Englands ein. An die Stelle, welche bis dahin Bristol innegehabt hatte, trat Liver 
pool, das sich in rascher Folge zur dritten Stadt des Landes erhob. Gleichzeitig mit 
der Entwickelung Liverpools nahm das Hinterland dieses Ortes einen außerordentlichen 
Aufschwung. Durch die Erfindung der Erzausbringuug mittels Steinkohle erhielten die 
„schwarzen Diamanten" eine bis dahin nicht geahnte Bedeutung. Diese wichtige Erfindung 
war gegen das Jahr 1620 von Dud Dudley gemacht worden, aber erst in der Mitte 
des 17. Jahrhunderts wurde die Kohlenverwendung im Eiseuhüttenbetricb allgemeiner. 
Die Steinkohle wurde allmählich ein Hauptfaktor für das gesamte Jndustriewesen, und 
deren Gewinnung nahm einen immer größeren Umfang an. Im 18. Jahrhundert begann 
in England jene Entwickelungsperiode, welche die für die heutigen Verhältnisse grund 
legenden Leistungen und Erzeugnisse schuf. 
In einer bewunderungswerten Art und Weise arbeiteten sich während der hier in 
Betracht kommenden Jahrzehnte in England die einzelnen Zweige der Jngenieurtechnik in 
die Hände. Während 1740 die Eisenproduktion Englands nur 17 130 t betragen hatte, 
stieg sie im Jahre 1796 bereits auf 127 200 t. Von besonders weitreichendem Einflüsse 
erwies sich die Wattsche Dampfmaschine; durch sie konnten die zahlreichen in diese Zeit 
fallenden Erfindungen, besonders diejenigen auf dem Gebiete des Spinnens und Webens, 
voll ausgenutzt werden. Diese Entwickelung übte nach den verschiedensten Richtungen hin 
ihren Einfluß aus. Auf die Beschleunigung dieses Prozesses wirkten die sich anbahnenden 
Umbildungen in den staatlichen Anschauungen mächtig ein. Immer allgemeiner erkannte 
man, daß man in der Förderung von Handel und Industrie ein Mittel zur Vermehrung 
der staatlichen Einnahmen und zur Hebung des Nationalwohlstandes besaß, und immer 
klarer ward der Menschheit die Erkenntnis, daß die vorhandene Armut auf das innigste 
mit den unausgebildeten Verkehrsverhältnissen zusammenhing, daß die Mangelhaftigkeit 
derselben die Ursache der gering entwickelten Jndustriethätigkeit war und einem Gedeihen 
der Landwirtschaft auf das feindlichste entgegenstand. 
Bei der Bedeutung Englands für die Ausbildung der modernen Jngenieurtechnik 
und damit des heutigen Verkehrswesens ist es gerechtfertigt, die Verhältnisse dieses Landes 
etwas eingehender zu betrachten, um die während der letzten beiden Jahrhunderte vor 
gegangenen Umwandelungen in den Verhältnissen der Menschheit klar zu erkennen. 
Der Anblick, den England im 17. und während des größeren Teiles des 18. Jahr 
hunderts darbot, hebt sich gewaltig von dem Bilde ab, welches das moderne England 
gewährt. Noch nirgends erhoben sich in jener Zeit im Lande Fabrikschlote, die Luft zeigte 
noch keine Verunreinigung, und die reine und kräftige Luft übte gleichsam eine einschläfernde 
Wirkung auf die Bevölkerung aus. Nirgends offenbarte sich etwas von der Hast und Eile 
unserer Tage. Langsam und doch nicht sicher bewegten sich die wenigen Wagen auf den 
nicht zahlreichen Straßen. Die Räuber spielten bis zum 18. Jahrhundert eine große 
Rolle, der berittene Räuber befand sich auf jeder Hauptstraße, und es ist nur zu erklärlich, 
daß Räubergeschichten stets gern und gläubig angehört wurden. 
Wie in anderen Ländern, so waren auch in England die Flüsse in früheren Zeiten 
durch Wasserfänge und Dämme für die Schiffahrt unbrauchbar gemacht worden. Jedoch 
bereits im Jahre 1351 war in diesem Lande in rücksichtslosester Weise die Entfernung 
aller Schiffahrtshindernisse zur Durchführung gekommen, ohne daß den Betroffenen 
eine Entschädigung gewährt worden war. Im Jahre 1427 wurden für die Regu 
lierung der Flüsse und zur Beseitigung der Überschwemmungsgefahr fünf Kommissionen 
eingesetzt, die eine unumschränkte Vollmacht erhielten. Die Thätigkeit dieser Kommissionen 
erstreckte sich auf den Lea, die Themse, den Severn und das Stour-Flüßchen. Mit dem 
Regierungsantritte Marias (1553) trat in der Entwickelung des englischen Wasserstraßen 
wesens ein Stillstand ein, und erst die Rückkehr der Stuarts nach Cromwells Tode (1658) 
brachte einen erneuten Aufschivung. Die Regulierung des Wiltshire-Avon-Flusses leitete 
die neue Ära eiu. Die Schiffbarmachung des Medway ist deshalb besonders erwähnens 
wert, weil hierbei zum erstenmal diejenige Form der „Jnslebenrufung" derartiger
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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