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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Brücken und Viadukte
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

Brücken und Viadukte. 
sas Bedürfnis zur Herstellung der Verbindung zwischen zwei durch einen Fluß- 
lauf oder eine Thalschlucht unterbrochenen Wegestrecken machte sich naturgemäß 
schon in den frühesten Zeiten nach Herstellung der ersten Verbindungswege 
geltend. Man suchte zu diesem Zwecke seichte Stellen des Wasserlaufes auf, 
sogenannte Furten, und führte die Wege auf beiden Ufern an diese Stellen 
heran. An solchen Plätzen entstanden sehr bald Ansiedelungen, aus welchen 
sich im Laufe der Jahre Städte entwickelten, wie z. B. in Deutschland Frankfurt a. M. 
Mit der Zeit wurden Fähren erfunden, mit deren Hilfe der Verkehr zwischen den beiden 
Ufern vermittelt wurde. In den Gebirgen vermochte man nur durch die Schaffung von 
Brücken, welche allerdings häufig genug von der primitivsten Beschaffenheit gewesen sind, 
das Hindernis zu überwinden. Auch heute noch finden wir in einer Reihe südlicher Länder 
diese Verbindungen in einer Weise hergestellt, daß ihre Benutzung für den Fremden nur 
mit Aufwand eines gewissen Heroismus möglich ist. Als solche Verbindungen sind die 
Shula und der Sangho zu nennen. Mit dem Worte Shula bezeichnen die Gebirgs 
bewohner des Himalaja ein starkes über den Strom oder die Schlucht gespanntes Seil. 
Ein an diesem Seile hängender Block oder Bügel (Pwu) dient zur Aufnahme des Passa 
giers, welcher, auf diesem Blocke sitzend, von dem einen nach dem anderen Ufer gezogen 
wird resp. sich selber an dem Seile entlang zieht (Abb. 388). Unter „Sangho" versteht 
man eine aus Holz oder einem anderen passenden Material gestochtene Hängebrücke. 
Als der Mensch nicht mehr sein eigenes Lasttier war, sondern zu diesem Zwecke Tiere 
benutzte, mußten diese Verbindungen eine weitergehende Ausbildung erhalten, und nament 
lich war dies der Fall, als der Wagen erfunden und benutzt wurde. Die ältesten festen 
Brücken, welche in einem weit zurückliegenden Zeitraume entstanden, sind jedenfalls 
hölzerne gewesen. Zu denselben können die Stege gerechnet werden, welche die Pfahl 
dörfer mit dem Lande verbanden. Als eine sehr alte Brückenform sind jedenfalls auch die 
Auslegerbrücken anzusehen. Hierbei werden an beiden Ufern über das Wasser vorragende 
Anlagen aus Balken und Faschinen ausgeführt. Die Balken und Faschinen werden derart 
angeordnet, daß immer die Enden der einen Balkenreihe über die Enden der unter ihr 
liegenden Reihe hinausgehen. Solche primitive Brücken gibt es in den verschiedensten 
Teilen der Erde, beispielsweise in Mesopotamien und in Amerika (Abb. 389). Einzelne 
der im Altertume geschaffenen hölzernen Brücken erfreuen sich eines besonderen Ruhmes, 
so der Pons Sublicius in Rom, auf welcher Brücke sich der heldenmütige Kampf des 
Horatius Cocles in dem Kriege zwischen den Römern mit Porsena abspielte, die Rhein 
brücke Cäsars und die Brücke Trajans über die Donau. 
Das Streben der Menschen war frühzeitig darauf gerichtet, das vergängliche Holz 
durch ein dauerhafteres Material zu ersetzen. Zunächst wurden nur die Pfeiler in Stein 
und der Brückenbelag, d. h. die Fahrbahn, in Holz ausgeführt, wie solches von der Euphrat 
brücke in Babylon, welche in der Zeit Nebukadnezars erbaut wurde, berichtet wird. Der 
menschliche Geist ruhte nicht eher, als bis er auch für die hölzerne Brückenbahn einen 
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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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