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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Brücken und Viadukte
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

Brücken und Viadukte. 
386 
zwischen ihnen hindurch bewegen konnte, das Wasser stürzte mit großer Gewalt durch die 
engen Öffnungen, so daß das Durchfahren der Brücke mit Lebensgefahr verbunden war, 
und sich das Wortspiel ausbilden konnte: „Die Londoner Brücke sei gebaut, damit Weise 
darübergehen und Narren untergehen." — Wie bei vielen anderen Brücken, so waren 
auch unter der alten Londoner Pumpwerke eingebaut, mit welchen das für die Bewohner 
bestimmte Trinkwasser gehoben wurde. 
Auch bei dem Baue einer Anzahl deutscher Brücken ist die Mitwirkung der Geistlich 
keit nachweisbar, indem die Brückenbaukosten aus den gesammelten Milch- und Butter 
pfennigen bestritten wurden. Denjenigen nämlich, welche einen Beitrag von i / 20 rheinischen 
Gulden jährlich leisteten, wurde während 20 Jahre der Genuß von Milch- und Butter 
speisen an den sogenannten verbotenen Tagen gestattet. Die gezahlten Beiträge wurden 
in den Kirchen in dem Butterkasten gesammelt, und aus diesem Brauche erklärt sich die 
Redensart, daß die betreffenden Brücken aus der Butterbüchse erbaut seien. 
396, Krürkr von Martorrll. 
Der schwächste Punkt einer großen Anzahl der im Mittelalter erbauten Brücken war 
ihre Fundamentierung, d. h. ihr Unterbau. Durch die vielen und außerordentlich 
mächtigen Brückenpfeiler wurde bei den meisten Brücken der Durchfluß des Wassers 
sehr gehemmt und die Hochwasserstände bedeutend erhöht. Brückeneinstürze waren daher 
in dieser Zeit nichts Außergewöhnliches. So stürzten im Jahre 1342 die Brücken bei 
Prag und Würzburg, 1499 zwei Brücken in Paris, 1602 drei Bogen der von dem 
Gründer der Brückenbrüdergeuossenschaft erbauten Brücke bei Avignon ein. 
Gegen das Ende des Mittelalters und zwar zuerst im 12. Jahrhundert schuf die 
mitteleuropäische Brückenbaukunst wieder bedeutendere Werke. Das hervorragendste 
Werk ist die Addabrücke bei Trezzo in Italien, mit einer Spannweite von 72 m. Dieser 
Bau erfolgte in den Jahren 1370—77 auf Veranlassung des Mailänder Herzogs 
Barnabo Visconti. Ein anderes bemerkenswertes Brückenbauwerk, das vermutlich dem 
Mittelalter seine Entstehung verdankt, ist die sogenannte Teufelsbrücke über den Lobregat 
bei Martorell in Spanien (Abb. 396). Dieser Bau wurde unter Karl III. im Jahre 1766 
restauriert und mit einer Inschrift versehen, wonach die ursprüngliche Brücke von Haunibal
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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