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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

33 
England irrt 17. u. 18. Jahrhundert. 
Lebensmittel. In Körben schleppte man den Dnng auf die Felder, und in Körben wurden 
die Steinkohlen aus den Gruben geholt. Nicht selten herrschte im Winter ein Mangel an 
Feuerungsmaterial, trotzdem ungeheure Kohlenmengen im Boden Englands lagerten. 
Selbst Manchester, in dessen fast unmittelbarer Nähe sich ausgedehnte Kohlenlager befinden, 
war nur zu oft nicht genügend hiermit versorgt. Dem Transporte auf der wenige Meilen 
langen Flußstrecke standen scheinbar unüberwindliche Hindernisse im Wege. Hierdurch 
stieg der Preis der Kohlen in Manchester gewöhnlich auf mehr als das Doppelte ihres 
Wertes an der Gewinnungsstelle. Teuerungen und Hungersnot waren an der Tages 
ordnung, und fast ausschließlich müssen dieselben den mangelhaften Wegeverhältnissen zu 
geschrieben werden. Die unaufgeklärte Menge machte nur zu häufig Kornhändler, Müller 
und Bäcker dafür verantwortlich und nahm blutige Rache an denselben. 
Nicht besser als die Wege waren die Transportmittel. Die Wagen besaßen noch 
immer keine Federn, und diese eine Thatsache läßt erkennen, daß das Reisen selbst bei 
besseren Wegeverhältnissen kein Vergnügen bereitet hätte, unter den obwaltenden Umständen 
aber als eine heroische Handlung zu betrachten war. Wenn man konnte, legte man daher 
auch in England die Reise zu Pserde zurück. Der Wagen der Königin Elisabeth soll 
einer der ersten in England gewesen sein. Unter der Regierung Jakobs wurden bedeckte 
Wagen eingeführt, in welchen Reisende befördert wurden. Diese Wagen durchfuhren 
an den längsten Sommertagen zwei bis drei deutsche Meilen. Unmittelbar nach der 
Restauration ging eine Diligence von London nach Oxford; sie gebrauchte für diese Strecke 
zwei Tage. Die Passagiere übernachteten in Beaconsfield. Im Jahre 1669 wurde eine 
kühne Neuerung versucht. Die „fliegende Kutsche" legte die Reise zwischen Sonnenaufgang 
und -Untergang zurück. Auch nach Einführung der sogenannten Landkutschen kam es 
noch häufig vor, daß die Fahrgäste ausstiegen und den größten Teil des Weges marschierten. 
Die Einführung der Landkutschen muß als ein erheblicher Fortschritt auf dem Gebiete 
der Verkehrsvermittelung betrachtet werden, und diese Neuerung rief, wie jede derartige 
Erscheinung, einen gewaltigen Sturm hervor. Die Neuerung wurde für das größte Miß 
geschick erklärt, welches sich je in England ereignet habe. Nicht nur für das Publikum 
selbst seien die Landkutschen ein Unglück, so behaupteten deren Gegner, sondern für den 
gesamten Handel, den sie unbedingt zerstören würden. Die Gegner führten aus, daß sich 
die Reisenden in der Zukunft keine Schwerter und Pistolen mehr zu kaufen brauchten 
und daß deren Kleider so sehr geschont würden, daß eine Erneuerung viel seltener er 
forderlich wäre, wie auch der Verbrauch von Wein und Bier in den Gasthöfen bedeutend 
geringer werden müßte. Die Menschheit selbst, so hieß es, würde verweichlichen, da das 
Reiten abkäme und damit die Menschen entwöhnt würden, Frost, Hitze, Schnee oder 
Regen zu ertragen, wie dieselben überhaupt nicht mehr in die beneidenswerte Lage ver 
setzt würden, auf den Feldern kampieren zu müssen. Um das Riesenhaftd des bevorstehenden 
nationalen Niederganges darzuthun, wurde angeführt, daß zwischen den Städten Jork, 
Chester, Exeter und London nicht weniger als 36 Personen wöchentlich reisten, was im 
Jahre die enorme Zahl von 1872 Personen ergebe! 
Direkte Verbindungen zwischen London und den bedeutendsten Städten des Landes 
wurden zum größten Teile erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts eingerichtet. Zwischen 
Birmingham und London wurde 1747 eine solche geplant. Eine Kutsche sollte in zwei 
Tagen den Weg zurücklegen, d. h. wenn dessen Zustand es erlaubte. Im Jahre 1755 
bestand noch keine Verbindung zwischen Glasgow und London. Watt, welcher um diese 
Zeit zwischen den beiden Orten reiste, mußte den Weg zu Pferde zurücklegen und brauchte 
vierzehn Tage dazu. Daß unter solchen Umständen in Glasgow, welche Stadt keine eigene 
Zeitung besaß, eine Londoner Zeitung, die acht Tage alt war, als eine Neuigkeit an 
gesehen wurde, kann wohl als selbstverständlich betrachtet werden. Zwischen Liverpool 
und Manchester lief erst 1767 eine Landkutsche. — Um das Jahr 1700 brauchte man 
nach London: von Jork acht Tage, von Turnbridge Wells, welcher Ort jetzt in einer 
Stunde erreichbar ist, zwei Tage, von Dover drei Tage, von Exeter fünf Tage. Im 
Jahre 1763 brauchte noch die Landkntsche, welche monatlich einmal von Edinburg nach 
London fuhr, zur Znrücklegung des Weges zwölf bis achtzehn Tage. 
IX 5
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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