Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Der Weltverkehr und seine Mittel

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

36 
Einleitung: Entwickelung des Verkehrswesens. 
noch der Kanal des Herzogs in der zuerst geplanten Ausdehnung fertiggestellt war, 
hatte sein Besitzer bereits erkannt, daß es vorteilhaft sein mußte, einen Kanal nach 
Manchester abzuzweigen, wozu das Parlament 1759 seine Genehmigung erteilte. Fortan 
entwickelte Brindley im Kaualbau eine sehr ausgedehnte Thätigkeit, und eine stattliche 
Reihe von Kanälen und anderen Bauwerken verdanken ihm ihre Gestaltung. Brindley 
starb im Alter von 56 Jahren am 27. September 1772. Als seine Gehilfen waren 
Männer thätig, die durch ihr eigenes späteres Wirken ihre Namen gleichfalls unvergeßlich 
gemacht haben; genannt seien: Smeaton, James Watt, Rennie, Clarke, Robert 
Whitworth, Jessop, Telford. 
Ein neues Arbeits- und Ausführungssystem wurde in England eingeführt. Große 
organisierte und disziplinierte Arbeiterkolonnen unter der Führung und im Dienste großer 
Unternehmer erschienen auf dem Plane und ermöglichten die Ausführung außerordent 
licher Aufgaben, an welchen in der folgenden Zeit wahrlich kein Mangel war. In un 
unterbrochener Reihe und innerhalb eines ungewöhnlich kleinen Zeitraumes traten Er 
findungen und Entdeckungen an den Tag und bewirkten auf den verschiedenen Gebieten 
Umwandelungsprozesse von so großem Umfange, daß die Erde nicht nur in ihren Berkehrs 
verhältnissen eine neue Gestaltung erhielt, sondern auch deren Bewohner ein verändertes 
Dasein begannen. Wenn auch das Kanalbauwesen nicht die Ursache dieses Umwandelungs 
prozesses genannt werden kann, so war es doch ein Hauptfaktor bei dessen Förderung 
und Begünstigung. Der Kanalbau des Herzogs bewirkte durch die durch ihn herbei 
geführte Frachtermäßigung eine Umgestaltung des Transportwesens. Mit Recht wird 
daher diese Schöpfung als ein Grenzstein in dem Knlturentwickelungsgange Englands 
betrachtet. Unternehmungsgeist und Thatkraft traten an die Stelle von Zaghaftigkeit 
und Unentschlossenheit; Schöpfungen, an welchen man bis dahin ihrer Kosten wegen 
nicht zu denken gewagt hatte, wurden nun in großer Zahl zur Ausführung gebracht. 
Im Jahre 1768 begann unter Leitung des Ingenieurs Smeaton mit einem Kapital 
aufwand von 3 000 000 Mark der größte Kanal der damaligen Zeit, der Kaledonische 
Kanal, der eine Verbindung zwischen der Nordsee und dem Atlantischen Ozean und zwar 
für Schottland schuf. Dieser Bau gilt als ein Meisterwerk der Technik. Watt, Telford 
und Jessop waren als Ingenieure thätig. Bis 1780 wurde ein vierfacher Inland- 
wasserweg von Meer zu Meer geschaffen. 
Durch die veränderten Verhältnisse konnte sich Liverpool zum Stapelplatz des ganzen 
Hinterlandes entwickeln. Die Rohstoffe wurden fortan zu Wasser und billig aus dem 
Seeschiff nach den verschiedenen Jndustrieorten und die fertigen Waren auf demselben Weg 
zurückgebracht, um nach allen Teilen der Erde verschifft zu werden. 
Der Ingenieur Telford war der Mann, der auf dem Gebiet des Wegebaues 
reformierend und selbstschöpferisch vorging. Seine großen Straßenbauten führten in den 
Verhältnissen vieler Gegenden mancherlei günstige Veränderungen herbei. Kühne Brücken 
bauten stellten die feste Verbindung zwischen bisher getrennten Landesteilen her. Der 
Landstraßenverkehr erhob sich zu einer bis dahin niemals erreichten Höhe. Die besten 
Wagen legten in der Stunde bis 17 */ 4 km zurück, zwischen London und Birmingham 
soll sogar eine Geschwindigkeit von 19 — 25 lern erreicht worden sein. 
Aber weder die Glanzperiode der Kanäle noch die des Landstraßenverkehrs war von 
langer Dauer. Ein nach mancher Hinsicht noch vollkommeneres Verkehrsmittel, die 
Eisenbahn, war berufen, die Wege und Kanäle in den Hintergrund zu drängen. Das 
Jahr l 820 muß als dasjenige bezeichnet werden, in welchem sich der Sieg der Eisenbahn 
entschied. Brindley hatte mit hellsehendem Blick bereits diesen Entwickclnngsprozeß vor 
ausgesagt. „l 866 iniscllick kor th6 canals in those tramroacls“ (Ich sehe den Kanälen 
ans jenen Trambahnen Unheil erwachsen) war sein geflügeltes Wort gewesen. Seit der 
Eröffnung der Liverpool-Manchester-Eisenbahn im Jahre 1830 hat sich das englische 
Wasserstraßensystem räumlich nur wenig mehr entwickelt, der Schwerpunkt des Kanal 
wesens liegt in England seit jenem Jahre in den legislatorischen Maßnahmen, die 
einerseits die Konkurrenzfähigkeit der Kanäle mit den Eisenbahnen stärkten, anderseits 
sie gegen die Macht der letzteren schützten.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fifth month of the year?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.