Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Wirtschaftspolitische Tagesfragen

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Wirtschaftspolitische Tagesfragen

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Wasserstraßen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wirtschaftspolitische Tagesfragen
  • Title page
  • Contents
  • Professor Dr. Ernst Schultze, Leipzig, Direktor des Weltwirtschafts-Instituts der Handelshochschule Leipzig : Die Möglichkeit wirtschaftspolitischer Prophezeiungen
  • Dr. August Weber : Welche Bedeutung hat die deutsche Landwirtschaft innerhalb unserer deutschen Wirtschaft ?
  • Dr. Trendelenburg, Staatssekretär im Reichswirtschaftsministerium : Die Wirtschaftsarbeiten des Völkerbundes seit der Weltwirtschaftskonferenz

Full text

anschlag, Disposition, Planung, Prognose, 
Prophezeiung usw. 
Der volkswirtschaftliche Konjunktur- 
dienst befaßt sich mit der wirtschaftlichen 
Prognose. Will man sich über das Wesen 
der wirtschaftlichen Prognose klar werden, 
so muß man sich vergegenwärtigen, daß 
schon in dem Begriff der Wirtschaft das 
Moment der Prognose enthalten ist. Denn 
wirtschaften bedeutet ja planmäßige Be- 
darfsdeckung, planmäßige Güterversorgung. 
Jeder Plan aber enthält Überlegungen über 
die Zukunft, schließt also das Moment der 
Prognose in sich ein. Die Planungen sind 
nun verschiedener Art. Beim Staat kennen 
wir sie etwa als Voranschläge, beim Unter: 
nehmer treten sie nicht in so scharf um: 
rissener Form hervor, spielen aber bei ihm 
eine um so wichtigere Rolle. Denn wäh: 
rend eine Nichterfüllung des fiskalischen 
Voranschlags nur Konflikte mit dem Rech- 
nungshof nach sich zieht, bestraft eine 
falsche Planung das Unternehmen mit Ver: 
lusten, wenn nicht mit Bankrott. 
Die Prognose des volkswirtschaftlichen 
Konjunkturdienstes ist nun aber von dem: 
selben Fleisch und Blut wie die Pläne, die 
Dispositionen der Unternehmung. Die Kon: 
‚unkturprognose bedeutet zunächst nichts 
anderes als eine Zusammenfassung, einen 
Überblick über die sämtlichen Dispositionen 
der Unternehmen. Freilich sind besondere 
Methoden erforderlich, um diese Dis- 
positionen zu beobachten, da wir sie direkt 
nur zum geringsten Teil wahrnehmen. 
5olcher Methoden gibt es aber eine große 
Reihe: Feststellung des Auftragsbestandes, 
Beobachtung der Rohstoffeinfuhr, der 
Lagerbestände, der Verschuldung lassen 
entscheidende Rückschlüsse auf die Dis- 
positionen der Unternehmen zu. Soweit die 
Konjunkturprognose nichts anderes tut, als 
diese Dispositionen zu eruieren, verfährt 
sie nach dem englischen Grundsatz: Only 
prophesy, if you know; prophezeie nur das, 
was Du sicher weißt. Die Dispositionen 
der Unternehmungen wirken sich nun frei: 
lich nicht immer im Sinne der Unter- 
nehmungen selbst aus. Nach unseren Er- 
{ahrungen kann der Unternehmer im allge: 
meinen selbst wohl nur für 3 Monate mit 
einiger Sicherheit die Wirkungen seiner 
Pläne vorausbeurteilen. Damit erkläre ich 
ss mir jedenfalls, daß die Prognosen des 
nstituts für Konjunkturforschung, die jez 
weils für drei Monate gestellt werden, sich 
jisher immer bewahrheitet haben. Darüber 
ıinaus ist eine Prognose deswegen sehr 
schwierig, weil die Dispositionen oft in 
änem späteren Zeitpunkt das Gegenteil 
von dem erreichen, was sie bezwecken. 
Wenn sich beispielsweise die Unternehmer 
z‚erschulden, was der Konjunkturdienst an 
ler Höhe der Kapitalemissionen erkennt, 
50 weist dieser Umstand darauf hin, daß 
lie Unternehmerschaft sich engagieren 
will, daß also ein Aufschwung bevorsteht. 
Sind die Gesamtengagements zu groß, so 
stoßen sich schließlich im Raum die Sachen, 
ınd es entsteht Überproduktion, Lager- 
iberfüllung, Absatzstockung. Das ist eine 
ıngewollte Wirkung, deren Eintreten beim 
3eginn des Aufschwungs natürlich noch 
:icht mit Sicherheit vorausgesehen werden 
zann. Hier also liegen die Grenzen der 
?rognose. 
Erstrecken wir die Prognose auf einen 
ängeren Zeitraum, etwa auf den eines 
Tahres, oder gar auf. 5 oder 10 Jahre, dann 
jeraten wir auf das gefahrenreiche Gebiet 
der Prophezeiung. Ohnehin halte ich das 
Wort „Prophezeiung“ für etwas zu stolz. 
Die Prophezeiung nimmt in Anspruch „wahr 
zu sagen“. Der Herr Vorredner dachte 
ıber nur an methodische Zukunftsüber- 
egungen. Für diese könnte man vielleicht 
zin anderes Wort gebrauchen. Man könnte 
zielleicht von Trendprognose oder von 
Strukturprognose sprechen — freilich auch 
cein schönes Wort. Aber die Sache selbst 
verdient nicht, wie eine okkulte Erschei- 
ıung gemieden zu werden. Die Beschäfti- 
zung mit den allgemeinen Entwicklungs- 
inien der Jahrzehnte und der Jahrhunderte 
st Aufgabe sowohl der rückblickenden wie 
ler vorausschauenden Betrachtung. Es gibt 
:ine ganze Reihe von Problemen der „Trend- 
»rognose“, die eines wissenschaftlichen 
Unterbaues fähig sind: etwa die Bevölke- 
:ungsentwicklung, die Zukunft des Geld- 
wertes wie des Zinswertes, die Beziehungen 
zwischen Bevölkerungswachstum und Nah- 
ungsspielraum. Das Institut für Kon- 
‚unkturforschung wird jedenfalls die Bez 
nandlung solcher Fragen mit in den Bereich 
;einer Arbeiten einbeziehen.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Wirtschaftspolitische Tagesfragen. Selbstverlag des Reichsverbandes der Deutschen Industrie, 1928.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many letters is "Goobi"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.