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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Wasserstraßen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

478 
Schiffahrtskanäle. 
Von den Küstenkanälen sind zu erwähnen: der Delaware-Raritankanal, der Chesapeake- 
Delawarekanal, der Albemarle- und Chesapeakekanal. Die Konkurrenz der Eisenbahnen hat 
bewirkt, daß dieselben in den Hintergrund getreten sind, und hierauf ist es zurückzuführen, 
daß die Einrichtungen der pennsylvanischcn Kanäle mangelhaft sind. 
Bon den südlichen Kanälen ist das großartigste Unternehmen der Chesapeake-Ohio- 
kanal. Der Vollendung dieses kühnen Unternehmens haben sich bis jetzt unüberwindliche 
Schwierigkeiten in den Weg gestellt. Durch den Kanal sollte die Chesapeakebucht mit dem 
Ohio bei Pittsburg verbunden werden. Die fertiggestellte Strecke enthält eine im Jahre 1876 
in Betrieb genommene schiefe Ebene, ans welcher die Schiffe in Trogschleusen bewegt werden. 
Das durch die schiefe Ebene überwundene Gesälle beträgt 11,7 rn. 
Die Kanäle des Mississippibeckens, der Ohiokanal, der Miamikanäl, der Wabash- 
Eriekanal, der Jllinois-Michigankanal, haben ebenfalls von ihrer einstigen großen Bedeutung 
viel eingebüßt. Während die Binnenkanäle in den Vereinigten Staaten infolge der eigen 
artigen Verhältnisse der Eisenbahnkonknrrenz nicht die Spitze zu bieten vermögen, halten die 
sonstigen Wasserstraßen: die Küsten- und Seekanäle, die großen Landseen und die schiffbaren 
Strome in dem fast übermächtigen, mit allen erdenklichen Mitteln geführten Konkurrenzkampf 
erfolgreich Stand. Der Mississippi-Michigankanal schafft eine Verbindung des Mississippi- 
und des Michigansees, und zwar unter Mitbenutzung des Illinois-Michigankanals. Dieser 
letztere Kanal geht von Chicago nach dem Jllinoisfluß, in welchen er bei Hennepin mündet. 
Dieser 154 km lange Kanal stellt eine Verbindung mit dem unteren Mississippi her, während 
der 106 km lange Illinois-Mississippikanal eine solche mit dein oberen Flußlauf bewirkt. 
Auf die Kanalverbindung mit den großen amerikanischen Seen ist bereits auf S. 410 (Ab 
schnitt Wasserstraßen: „Flußläufe und Flußschiffahrt") kurz hingewiesen worden. 
Bereits im vorigen Jahrhundert wurde der Versuch gemacht, die Stromschnellen bei 
Sault Saint Mary (zwischen Oberen und Huron-See) durch einen Umgehungskanal mit 
Schleuse für die Schiffahrt wirkungslos zu machen. Diese Schleuse konnte auf die Dauer dem 
sehr stark zunehmenden Verkehr nicht genügen, und in neuester Zeit ist daher hier eine mächtige 
Schleusenanlage entstanden. Durch diese Schleuse gingen: 
1882 = 2029 000 t Waren. 
1892 = 11214000,, 
Aber auch diese Schleusenanlagen erwiesen sich infolge der ganz außerordentlichen Vcrkehrs- 
cntwickelnng bereits wenige Jahre nach ihrer Jnbenutzungnahme als nicht ausreichend. In den 
letzten Jahren sind daher noch größere und leistungsfähigere Schleusenwerke erbaut worden. 
Durch die Eröffnung der neuen Schleusen ist 6 in tiefgehenden Schiffen der Verkehr zwischen 
dem Oberen- und dem Huronsee ermöglicht worden. Die Verbindung zwischen dem Huron- 
und Eriesee bildet der Detroitfluß. Zur schiffbaren Verbindung des Erie- und Ontariosees 
wurde 1825—1827 der Wcllandkanal erbaut. 
Von den kanadischen Seen führen zwei Schiffahrtswege nach dein Atlantischen Ozean, 
der Lorenzstrom und der Eriekanal. Der Lorenzstrom besitzt einen 288 km langen, sehr 
wechselvollen Lauf. Um den Flußlauf überhaupt der Schiffahrt voll erschließen zu können, 
mußten Umgehungskanäle hergestellt werden. Die ersten dieser Kanäle kamen schon 1779 
bis 1783 zur Ausführung. Sie wurden wiederholt erweitert, jedoch erst der 1821 —1825 
erbaute Lachinekanal besaß eine für längere Zeit genügende Leistungsfähigkeit. Die fort 
geschrittene Entwickelung des Wasscrverkehrs in unseren Tagen hat neue Kanalanlagen er 
forderlich gemacht, die von Kanada unter Aufwendung von 100 Millionen Mark geschaffen 
wurden. Der Eriekanal genügt trotz wiederholter Umbauten nicht und liegt gegenwärtig still. 
Ob das Riesenprojekt, den Eriekanal auf 5,5 m Wassertiefe und solche Breite zu bringen, 
daß die die oberen Seen befahrenden Schiffe von Dubuth, Chicago u. s. w. direkt bis New Uork 
durchfahren können, dereinst zur Ausführung kommen wird oder nicht, ist iin gegenwärtigen 
Augenblick nicht mit Bestimmtheit zu sagen. Dieses Projekt, von welchem sich New Dort so 
manchen Vorteil verspricht, steht gegenwärtig im Mittelpunkt der Diskussion. 
Wenn auch der Entwässerungskanal von Chicago, wie der Name sagt, in der 
Hauptsache der Entwässerung der genannten Stadt zu dienen bestimmt ist, so soll doch dieses 
gewaltige Unternehmen auch Schiffahrtszweckcn dienstbar gemacht werden. 
Der Chicagoer Entwässerungskanal ist insofern von besonderem Interesse, als bei seiner 
Ausführung eine große Anzahl bemerkenswerter Baumaschinen znm Transport von Erde und 
Felsen zum erstenmal zur Anwendung kamen. Wenn diese Maschinen auch keine größeren 
Leistungen ermöglicht haben, als sie mit den zur Zeit in Deutschland gebräuchlichen Arbcits- 
maschinen erzielt werden, so weisen sie doch durch ihre Anpassung an die anierikanischcn Ver 
hältnisse besondere Konstruktionen auf, die volle Beachtung verdienen. Die Abb. 480 bis 482 
zeigen einige der in erster Linie zu nennenden Konstruktionen. Abb. 480 stellt ein Brownsches 
Hebezeug, Abb. 481 einen Riesenkran und Abb. 482 eine Seilbahn dar. 
Kehren wir in unserer Betrachtung wieder nach Europa zurück, so dürften, bevor 
auf die Gestattung des Kanalbauwesens dieses Erdteils in der neuesten Zeit eingegangen 
wird, noch kurz die entsprechenden Leistungen in Frankreich und Deutschland am Ende 
des 18. und zum Beginn des 19. Jahrhunderts zu berühren sein.
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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