Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Der Weltverkehr und seine Mittel

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Wasserstraßen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

Geneigte Ebenen. 483 
Diolkos auf der Landenge von Korinth. Mit Vorliebe machten die Chinesen von den 
sogenannten „Rollbrücken" Gebrauch. Ebenso wurden in Holland seit langer Zeit kleine 
Boote auf schlüpfrigem Boden mittels Winden kleinere Erhebungen hinauf und hinunter 
geführt. Im Anfange des neunzehnten Jahrhunderts vervollständigte Reynolds diese 
Transportvorrichtung, indem er die Boote auf Wagen beförderte. Derselbe erbaute in 
England einen Kanal mit einer geneigten Ebene von 22 m Gefälle. Bei den geneigten 
Ebenen werden die Schiffe unmittelbar ans Wagen geladen oder in fahrbare Schleusen 
kammern gebracht und mit Seilen oder Ketten aus einer Haltung in die andere be 
fördert. Die Einrichtung ist meist so getroffen, daß zur Ersparung von Kraft gleichzeitig 
ein Schiff bergauf und eins bergab befördert wird. Das Gewicht des abwärts rollenden 
Wagens wird durch das Einlassen von Wasser in einen Behälter erhöht. 
Geneigte Ebenen ohne bewegliche Kammern. Bei den älteren Anlagen 
schließt der obere Kanal mit einer Kammer ab, in die Schiff und Wagen einfahren. Bei 
den neueren Anlagen befindet sich zwischen den beiden Haltungen ein wehrartiger Rücken, 
von dem aus je eine geneigte Ebene nach dem Oberwasser und dem Unterwasser führt. 
Diese beiden Ebenen tragen eine bis unter den Wasserspiegel reichende Eisenbahn. Das 
Aufbringen der Schiffe geschieht dadurch, daß man den Wagen auf der unter Wasser 
fortgesetzten Bahn so weit hinabläßt, daß das Schiff schwimmend über ihn gelangen kann. 
Durch Anziehen des Wagens setzt sich das Schiff allmählich auf ihn und wird fortgezogen. 
Wenn es in die andere Haltung gelangt ist, so wird der Wagen so weit unter Wasser 
gelassen, daß das Schiff schwimmen kann. 
Die geneigten Ebenen ohne bewegliche Schleusenkammern haben den Nachteil, daß 
die Schiffe während der Beförderung nur an einzelnen Punkten unterstützt sind, ferner, 
daß dem Seitendrucke, deu die Ladung auf die Schiffswände ausübt, während der Über 
führung aus einer Haltung in die andere der Wasserdruck nicht mehr entgegenwirkt, wes 
halb der Seitendruck während der Dauer der Überführung eine schädlichere Wirkung 
ausübt, als im schwimmenden Zustande des Schiffes. Um dem ersten Übelstande zu 
begegnen, empfiehlt Bellingrath die Anwendung eines sechsundfünfzigrädrigen Wagens, 
dessen Boden gegliedert ist und durch Preßkolben gestützt wird. Das Schiff schwimmt 
hierbei nebst seiner Unterstützung, die sich dem Schiffsboden anschmiegt, auf einer stark 
gepreßten Flüssigkeit. 
Um die Wichtigkeit einer guten Unterstützung der Schiffe beim Herausnehmen aus 
dem Wasser verstehen zu können, muß man bedenken, daß der Boden der Fluß- und 
Kanalschiffe im Laufe des Betriebes eine wechselnde und unregelmäßige Gestalt annimmt, 
weil er der verhältnismäßig geringen Schwimmtiefe wegen nicht wie bei den Seeschiffen mit 
einem versteifenden Kiele versehen werden kann. Wenn das Schiff beladen wird, so biegt 
es sich nach unten durch, weil der mittlere Teil des Schiffes schwerer wird, als die Enden, 
wenn es aber entladen wird, so biegt es sich nach oben durch. Diese Beweglichkeit hat 
natürlich eine Lockerung des Gefüges zur Folge, und so kommt es, daß die Durchbiegungen 
mit dem Alter des Schiffes zunehmen und bei alten Schiffen bis zu 50 am betragen. 
Der Körper eines Fluß- und Kanalschiffes ist also nicht starr und muß, namentlich beim 
Herausnehmen ans dem Wasser, mit großer Vorsicht behandelt werden. 
Hieraus geht hervor, wie zweckmäßig es sein muß, die Schiffe beim Überschreiten 
schiefer Ebenen nicht aus dem Wasser zu nehmen, sondern in großen mit Wasser gefüllten 
61*
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.