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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Wasserstraßen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

492 
Schiffahrtskanäle. 
Länge in km 
König-Wilhelmkanal 25 
Oder-Spreekanal 87 
Dortmund-Emskanal mit Abzweigung nach Herne .... 293 
Elbe-Travekanal 67 
Rostock-Güstrowkanal 36 
Ems-Jadekanal 73 
Hunte-Emskanal mit Seitenkanälen 65 
Wie außerordentlich in fast allen Teilen der Erde der Verkehr zugenommen hat und 
wie dementsprechend demselben immer neue verbesserte und leistungsfähigere Wege zn 
öffnen sind, zeigt in anschaulicher Weise auch eine Betrachtung der holländischen und 
belgischen Kanäle. 
Amsterdam war bis zum Anfang der 90 er Jahre mit dem Rhein durch 3 Wasser- 
straßen verbunden: 1. durch den Zuider See und die Geldersche Issel, 2. durch die Vecht 
über Utrecht und den Zederikkanal und die Merwede, 3. durch die Amstel über Ter Aar, 
die holländische Issel und die Maas. 
Um eine viel leistungsfähigere Wasserverbindung zu schaffen und um Amsterdam 
den verlorenen Zwischenhandel mit dem Hinterlande wieder zurückzuerobern, trat die 
holländische Regierung der Ausführung des schon lange geplanten Kanals von Amsterdam 
nach dem Rhein näher. Nach Erbauung des Kanals von Amsterdam und Regulierung 
der Merwede und des Waal ist der Verkehr mit dem Rheinlande ganz außerordentlich 
gestiegen. Der genannte Kanal geht über Utrecht und mündet bei Gorinchem in die 
Merwede, einen Hauptarm der Maas. Seine Baukosten betrugen 20 Millionen Mark. 
Auch für die Blüte Rotterdams bilden naturgemäß die Wasserstraßen einen sehr wesent 
lichen Faktor. Mit dem Meere steht Rotterdam durch eine künstlich geschaffene neue 
Maasmündung und durch den Durchstich des Hoek von Holland in Verbindung. Als 
schiffbare Wasserstraßen im Jnlande kommen in Betracht die Kanäle: 1. nach Delft-Haag- 
Leiden-Haarlem-Amsterdam (Schie, Leidsche Trekvaart, Noordzeekanaal), 2. nach Gonda- 
Amsterdam (Nieuwe Maas, Hollandsche Issel, Gouwe, Aal, Amstel), 3. nach Arnheim- 
Emmerich (Nieuwe Maas, Lek, Neder Rijn, Pannerdeusche Kanaal, Rhein), 4. nach 
Dordrecht, Nijmegen-Emmerich (Nieuwe Maas, Noord, Merwede, Waal, Rhein), 5. nach 
Lüttich (Nieuwe Maas, Merwede, Waal, Maas), 6. nach Antwerpen (Nieuwe Maas, 
Noord, Hollandsche Diep, Vvlkerak, Schelde). Bon diesen Kanälen werden mit See 
schiffen befahren: der Wasserweg Nieuwe Maas, Lek-Neder-Rijn-Rhein bis Köln (Tief 
gang bei voller Ladung und günstigem Wasserstande 3,5 in). 
Von den belgischen Kanälen sind zn nennen: 1. Kanäle zwischen Schelde und 
Maas (Hansweertkanal, Kanal von Walcheren, Maas-Scheldekanal, Lüttich-Maestricht- 
Antmerpen). 2. Die Kanäle zwischen Schelde und Sambre (die Rüpel, Kanal von 
Willebroeck, Kanal von Charleroi). 3. Die Kanäle zwischen Schelde und dem französischen 
Kanalnetz (die Dendre und der Kanal von Blaton nach Athi, die Lys mit dem Kanal 
von Bossuht nach Courtrai, der Mons-Condekanal). Der bedeutendste Kanal Begiens ist 
der Canal du Centre, der sich von La Louviere bis Mons, südlich von Brüssel, er 
streckt. In La Louviere verbindet er sich mit dem Charleroi-Brüsseler Kanal, in Mons 
mündet der Canal du Centre in den alten Mons-Condekanal ein. Der von Charleroi 
nach Brüssel führende Schiffahrtskanal hat ein größeres Profil erhalten. Die Länge des 
Canal du Centre benannten Wasserwegs ist 21 km, dessen hervorragendstes Bauwerk das 
Hebewerk von La Louviere (Abb. 487) ist. 
Von den in außereuropäischen Ländern in neuerer Zeit geschaffenen Kanalbauten 
möge hier noch des Biwaseekanals oder des Kanals von Kioto-Tu in Japan Er 
wähnung gethan werden. Bereits im 12. Jahrhundert wurde ein Kanal von dem Biwasee 
nach der Bai von Osaka projektiert, das Werk wurde jedoch erst 1885 in Angriff ge 
nommen und im Jahre 1890 beendigt. Der Biwasee ist der größte See Japans. Er 
besitzt eine Größe von 1280 qkm und liegt 84 m über dem Meeresspiegel. Die Länge 
des Kanals ist nur 11 Irrn. Sein Hauptzweck ist die Gewinnung größerer Wasserkräfte, 
doch dient der Kanal auch dem Schiffsverkehr mittels kleiner Boote. In die Kanalführung 
ist eine geneigte Ebene von 550 m Länge und einem Gesamtgefälle von 35 in ein-
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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