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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Wasserstraßen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

Seekanäle. 
508 
werden, ist die Straßenbrücke für gewöhnlich geschlossen und wird erst bei Annäherung 
eines Schiffes ausgedreht. 
Die wichtigsten Bauwerke am Kanal sind die Schleusen an den beiden Mündungen. 
Jede Schleuse besteht aus zwei, durch eine 12,5 m starke Mittelmauer getrennten Kammern 
von 25 in lichter Weite und 150 in nutzbarer Länge, von denen die eine für die Ein 
fahrt, die andere für die Ausfahrt dient. Die Bauwerke in Holtenau und Brunsbüttel sind, 
abgesehen von geringen Abweichungen, ganz gleich angeordnet; der Hauptunterschied ist, 
daß die Schleuse an der Elbe wegen der dort vorkommenden höheren Wasserstände höhere 
Abschlußvorrichtungen als die Schleuse in Holtenau erhalten mußte. Die Ausführung 
beider unterschied sich dadurch, daß die Schleuse in Holtenau, trotz der Nähe der Ostsee 
nach Absenken tiefer Brunnen, durch die mittels kräftiger Pumpen der Wasserstand ge 
senkt werden konnte, ganz im Trocknen ausgeführt werden konnte, was in Brunsbüttel lvegen 
zu großen Wasserandranges nicht gelang; dort mußte die Baugrube bis zu einer Tiefe 
von 15 in unter der Bodenoberfläche durch einen über den Elbdeich herübergeschafften 
Eimerkettenbagger ausgebaggert und das 4 in hohe Betonbett durch Versenken des 
Betons unter Wasser hergestellt werden. Erst dann war die Trockenlegung der Baustelle 
502. Einschnitt Im Griinenthnl mit Hochbrücke. 
und die Aufführung des Mauerwerks möglich. Jede Schleuse enthält im Außen- und 
Binnenhaupt die Flut- und Ebbethore, um die hohen Außenwasserstände vom Kanal ab 
zuhalten und ein zu tiefes Abfallen des Wasserspiegels im Kanal bei Ebbe zu verhindern, 
und im Mittelhaupt die sogenannten Sperrthore, die ermöglichen, bei ein- oder aus 
gehendem Strom den Wasserdurchfluß abzusperren, um dann die Flut- oder Ebbethore 
schließen zu können. Jede Kammer hat 6 Thorpaare, bestehend aus je 2 Flügeln, jede 
Schleuse somit im ganzen 24 eiserne Thorflügel. Zum Trockenlegen der Schleusen bei 
einer etwaigen notwendigen Ausbesserung an den Thoren können dieselben durch Abschluß 
pontons, die sich in Falze au den Häuptern wasserdicht anlegen, abgeschlossen werden. 
Bewegt werden die Thore, sowie die zum Verholen der Schiffe dienenden Spills und 
die zum Füllen und Leeren der Kammern dienenden Schützen in den Umläufen, durch 
Druckwasser von 55 Atmosphären Pressung, das in der nahe gelegenen Maschinenstation 
erzeugt wird. In den Schleusenmauern sind Maschinenkammern für die Maschinen zum 
Bewegen der Thore angelegt, welche elektrisch beleuchtet und im Winter mit Dampf ge 
heizt werden. Für die Schleuse in Brunsbüttel tvaren erforderlich 70 000 cbm Beton, 
79 000 cbm Mauerwerk und 5000 cbm Werksteine aus bayerischem Granit. Von 
demselben Umfang waren ungefähr die in Holtenau verwendeten Massen. 
An jede der Schleusen schließt sich ein geräumiger Binnenhafen und ein Außen 
hafen, welch letzterer sich in Holtenau zwischen Ufermauern nach dem Kieler Hafen, in 
Brunsbüttel zwischen Molen nach der Elbe erweitert.
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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